Du und ich, wir produzieren rund 22 Kilo Elektromüll jedes Jahr. Und der weltweite Müllberg wächst: Im vergangenen Jahr lag er bei fast 42 Millionen Tonnen. Das zeigt der der globale Elektromüll-Bericht der Universität der Vereinten Nationen.

Handys, Computer, Drucker, Spülmaschinen, Waschmaschinen und so weiter - wir leben mit unzähligen elektrischen Geräten. Und die landen irgendwann einmal zwangsläufig auf dem Müll. Vor allem die reichen Nationen befüllen diesen Müllberg - das zeigt ein Bericht der Universität der Vereinten Nationen.

"Wenn man sich die Pro-Kopf-Produktion von Elektroschrott anschaut, dann stehen da Länder an der Spitze, die wir allgemein eher als umweltbewusst einordnen würden. Ganz vorn liegt Norwegen."
Jakob Vogel, DRadio-Wissen-Nachrichten

Gut 28 Kilo Elektromüll produziert jeder Norweger pro Kopf und Jahr. Die Schweiz, Island und Dänemark folgen mit 26 und 24 Kilo. Und in Deutschland kommen wir jeder auf immer noch rund 22 Kilo. Auch Großbritannien, Frankreich und die USA liegen bei ähnlichen Werten.

Giftiger Müllberg

Das größte Problem dabei: In dem Elektromüll stecken eine Menge giftiger Stoffe wie Quecksilber, FCKW, Kadmium oder Chrom. Und das macht die Wiederverwertung ziemlich kompliziert und teuer. In Europa wird immerhin die Hälfte des Elektroschrotts über offizielle Rücknahmesysteme entsorgt. Vieles landet aber auch unsortiert auf der Halde.

Gift und Geld - im Elektroschrott steckt beides. Die Uno-Uni schätzt den Wert der Edelmetalle im Elektro-Müllhaufen auf fast 50 Milliarden Euro. Auch etwa 300 Tonnen reines Gold schlummern im Müll. Das entspricht etwa elf Prozent dessen, was jährlich weltweit an Gold produziert wird.

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