In Städten, in denen die Mobilfunkprovider eine große Bevölkerung auf kleinem Raum versorgen müssen, ist die Strahlung besonders hoch. Forscher haben jetzt eine Karte erstellt, die den Grad der Hochfrequenzstrahlung zeigt - und die wird vor allem durch Handys verursacht, aber auch durch andere Geräte.

Die Deutschlandkarte, die Forscher der Hochschule Wolfenbüttel ins Netz gestellt haben, zeigt über 100 Städte, die verschieden stark eingefärbt sind, je nachdem, wie hoch die Hochfrequenzstrahlung ist. Die Strahlungen können zwar auch von anderen Elektrogeräten stammen, doch die Hauptquelle sind Handys beziehungsweise die Handymasten.

Düsseldorf und München sind Spitzenreiter

In Städten, in denen die Mobilfunkprovider eine große Bevölkerung auf kleinem Raum versorgen müssen, ist die Strahlung besonders hoch. Das ist vor allem in Düsseldorf und München der Fall. Generell gilt für alle Orte: Die Strahlung in den Innenstädten liegt meistens im tiefdunklen, violetten Bereich, was aber nicht bedeutet, dass dies auch gesundheitsgefährdend ist.

"Die Grenzwerte dürfen ja nicht überschritten werden - und das ist wohl auch in keiner Stadt der Fall."
Andreas Noll, DRadio Wissen

Mögliche Gesundheitsgefahren hängen außerdem von vielen verschiedenen Faktoren ab. So lassen sich auf der Karte zum Beispiel nicht die individuellen Strahlungen der Handys erfassen. Ob jemand Vieltelefonierer mit dem Handy ist oder nicht, hängt nicht vom Wohnort ab.

Wer sich zum Beispiel über Wärmewirkung dieser Strahlung informieren möchte, der kann das auf der Seite des Bundesamtes für Strahlenschutz tun.

Übrigens: Das Ziel der Studie war es vorrangig, mit den Feldkarten zu untersuchen, ob eine Ortung und Steuerung autonomer Fahrzeuge möglich ist.