Die Sonne liefert mehr als genug Energie, um den Gesamtbedarf der Menschheit zu decken. Die Frage ist nur: Wie kommen wir da ran? Wie das gehen könnte, erklärt der Physiker Klaus Lips im Hörsaal-Vortrag.

Klaus Lips ist Optimist. Schon heute leisten Solarzellen enorm viel, betont er in seinem Vortrag: Sie produzieren den kostengünstigsten Strom, den wir in Deutschland haben, sie sind recycelbar, sie halten 30 Jahre lang, und sie haben bereits nach einem Jahr im Einsatz ihre Herstellungskosten wieder reingespielt.

"Das Potential der Fotovoltaik ist gigantisch. Rein theoretisch würde ich sagen: 'Yes, we can!' Die große Herausforderung ist, das technisch umzusetzen."
Klaus Lips, Helmholtz Zentrum Berlin

Der Professor für Physik an der Freien Universität Berlin sieht deshalb enormes Potential in der Fotovoltaik. Er ist zuversichtlich, dass Physiker und Ingenieure die Solarzellentechnik in den nächsten Jahrzehnten so weiter entwickeln, dass wir den Großteil unseres Energiebedarfs mit Sonnenenergie abdecken werden.

"Es braucht eine Transformation in der Gesellschaft. Wie die genau aussehen wird, werden wir in den nächsten 10 bis 20 Jahren erleben."
Klaus Lips, Helmholtz Zentrum Berlin

Klaus Lips ist Professor für Physik an der Freien Universität Berlin und er forscht am Helmholtz-Zentrum Berlin unter anderem zu Fotovoltaik und Dünnschichtmaterialien. Seinen Vortrag hat er am 17. Dezember 2018 an der Freien Universität Berlin gehalten, im Rahmen der Vorlesungsreihe "Zum Gedenken an Lise Meitner". Der Vortrag hat den Titel: "Licht und Schatten der Photovoltaik".

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