Avocado oder Steak? Völlig egal, sagt der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop. Am wichtigsten sei es, das zu essen, worauf man Lust hat. Dann ernähren wir uns automatisch vielfältig.

Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Lebensmitteln: In der Avocado stecken pflanzliche Fette, im Steak tierische Fette. Die Avocado hat 23,5 Gramm Fett, das klassisch zubereitete Beefsteak hat 14,12 Gramm Fett pro 100 Gramm. Die pflanzlichen Fette bestehen vorwiegend aus ungesättigten Fettsäuren. Die tierischen Fette aus gesättigten Fettsäuren.

"Früher hat man immer gedacht, die tierischen Fettsäuren seien ungesund und die ungesättigten Fettsäuren aus den Pflanzen seien die gesunden. Doch mittlerweile weiß man: Das ist Quatsch."
Uwe Knop, Ernährungswissenschaftler

Der Körper sei in der Lage sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fette zu verarbeiten. Viel wichtiger sei es, das Essen zu genießen und das zu essen, was einem selbst schmeckt.

"Man darf jetzt nicht hingehen und sagen: Die Avodaco ist gut. Das Steak ist böse."
Uwe Knop, Ernährungswissenschaftler

Uwe Knop sagt, dass es rund um Ernährung viele Hypothesen und Vermutungen gibt, die von dem einen so und von dem anderen so ausgelegt. Auch die angeblich so gesunde mediterrane Ernährung, sei ein Mythos sagt Knop.

"Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, dass Olivenöl gesünder sein soll als Butter."
Uwe Knop, Ernährungswissenschaftler

Uwe Knop rät, diese Ernährungsmythen zu streichen. Denn gesund oder ungesund gebe es in der Ernährung nicht. "In der Ernährung weiß man nichts. Man kann nur spekulieren." Ernährungsstudien würden nämlich nur Beobachtungen aber keine Beweise zulassen.

Uwe Knop empfiehlt, auf den eigenen Körper zu hören und immer wieder unterschiedliche Lebensmittel zu sich zu nehmen. "Dann wird man automatisch ausgewogen essen."

"Denn der Körper braucht Eiweiß, Fett, Zucker, Vitamine, Mineralstoffe."
Uwe Knop, Ernährungswissenschaftler