Nordrhein-Westfalen sucht nach Lösungen. In der vergangenen Woche kamen über 6500 Flüchtlinge in dem Bundesland an. Und die Zahlen steigen. Zwei Flüchtlingsunterkünfte wurden jetzt eröffnet, die die vielen Behördengänge der Flüchtlinge einfacher machen sollen. Zwei Unterkünfte mit Modellcharakter, sagt Moritz Küpper.

Der erste Kontakt für Flüchtlinge in den Bundesländern sind die Erstaufnahme-Einrichtungen. In NRW wurden zwei Standorte umorganisiert - in Bad Berleburg und in Burbach. Unser NRW-Korrespondent Moritz Küpper hat sich die Unterkünfte für Flüchtlinge angeschaut.

Alle Behörden unter einem Dach

"Die Einrichtungen könnten Prototyp-Charakter bekommen", sagt Moritz. Die Flüchtlinge sollen alle Behördengänge direkt vor Ort erledigen können. Zunächst werden sie registriert. Dafür gibt es einen festen Fragenkatalog zur Herkunft, Reiseroute oder auch wirtschaftlichen Situation. Die Flüchtlinge werden medizinisch untersucht. Und sie können direkt einen Asylantrag stellen. Denn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat eine Außenstelle eröffnet.

"Meine persönliche Empfindung ist, dass ich die Politik teilweise noch nie so ratlos und überfordert wahrgenommen habe."
Unser NRW-Landeskorrespndent Moritz Küpper zur Situation der Flüchtlinge

Die Flüchtlinge müssen nicht mehr verschiedene Behörden an verschiedenen Orten ansteuern. Das erspart ihnen lange Wege und soll die Erstaufnahme auch beschleunigen. Der Asylantrag selbst dauert aber genau so lange wie in ganz Deutschland: Zurzeit sind es im Durchschnitt knapp sechs Monate.