Gelassenheit, Genügsamkeit, Zuverlässigkeit - all das können wir Menschen von Eseln lernen. Und: Mit Eseln kann man seine eigene Führungskompetenz trainieren. DRadio Wissen Reporterin Julia Batist hat's ausprobiert.

Wahrnehmung, Vertrauen, Respekt, klare Signale und Führungskompetenzen: All das will die Eselschule von Elke Willems fördern - mit Eseln. Auch unsere Reporterin Julia Batist will ihre Führungskompetenzen verbessern - und muss erst einmal zwei Stunden warten.

"Der Esel bestimmt das Programm. Und jetzt sagt der Esel: Pause."
Elke Willems, Leiterin einer Eselschule

Geduld üben, zur Ruhe kommen - darum geht es in der Eselschule, erklärt Leiterin Elke Willems. Die Teilnehmer durchlaufen verschiedene Seminarphasen. In der ersten geht es darum, sich auf sein Gegenüber - den Esel - einzulassen.

Lektion 1: Spiegeln

"Jemand der führt, muss komplette Aufmerksamkeit haben für den, den er führt."
Elke Willems, Leiterin einer Eselschule

Lektion 2: Führen

Dann geht es ans Führen. Reporterin Julia hat Probleme - ihr Esel bleibt einfach stehen. Ein anderer Kurs-Teilnehmer dagegen führt den Esel ohne Probleme über die Weide - ein Dreijähriger. "Das ist Führungskompetenz", lobt Kursleiterin Elke Willems, "da sind keinerlei Bedenken, es könnte nicht klappen." Erwachsene Führungskräfte machen sich oft zu viele Gedanken, glaubt Elke Willems. Oder: Sie nehmen ihr Gegenüber nicht ernst genug.

"Streicheln ist kein Führungsangebot, das ist ein dominantes Pflegeangebot."
Elke Willems, Leiterin einer Eselschule