Das Telefon, die Glühlampe, das Auto, die Rakete. Unsere lange Menschheitsgeschichte hat unzählige Erfindungen hervorgebracht. Die Wissenschaft wollte wissen: Inwiefern sind Notsituationen für Innovationen verantwortlich?

Der Hörsaal überprüft in dieser Sendung den Wahrheitsgehalt dieser Ausage. Der Fachmann dafür ist der Archäologe Wolfram Schier. An der Akademie für weiterbildende Studien in Berlin hat der Professor der Freien Universität den aktuellen Forschungsstand zu eben diesem Sprichwort dargestellt. Er erklärt uns bei dieser Gelegenheit die ganz großen Innovationen der Menschheitsgeschichte wie die Verarbeitung von Ton, die Domestizierung von Tieren und Pflanzen, den Beginn der Textilindustrie durch die Nutzung der Schafswolle oder auch die Erfindung von Rad und Wagen.

Nicht jede Erfindung ist eine Innovation

Dabei unterscheidet er zwischen Erfindungen und Innovation. Erfindungen geschehen individuell, Innovationen in großen Gruppen. Nicht jede Erfindung wird automatisch zu einer Innovation. Und schon gar nicht immer sofort. Und dann? Geschieht das immer nur, wenn sich Menschen in einer Notlage befinden? Der Professor für prähistorische Archäologie hat dazu vor der 30. Berliner Sommer-Uni die Antwort gegeben.

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