550 Millionen Kilometer sind es bis zum Mars. Für diese Reise wird die Proton-Rakete sieben Monate benötigen. Ihr Job auf dem Roten Planeten: eine saubere Landung hinlegen - und dann die Atmosphäre messen.

Lange Zeit war die Proton-Rakete ziemlich zuverlässig, sagt DRadio-Wissen-Reporter Sebastian Kisters, aber in den vergangenen drei Jahren hat sie ein bisschen geschwächelt. Deshalb wird vor allem den ersten zwölf Stunden entgegengefiebert. Dann zünden die verschiedenen Stufen der Rakete, die sie auf ihren Weg Richtung Mars bringen. Wenn die überstanden sind, ist erst mal das Schwierigste geschafft.

Die Proton-Rakete hat das Landegerät "Shiaparelli" an Bord. Erster Job: eine sichere und saubere Landung auf dem Mars. Dafür gibt es eine extra entwickelte Knautschzone. Der zweite Job: die Atmosphäre messen. Denn bislang konnte der Mars nur oberflächlich angekratzt und untersucht werden. Deshalb sind die Forscher auf der Suche nach Methangas.

Auf der Suche nach Leben

Methangas ist ein Verdauungsgas, das nicht nur von großen Lebewesen produziert wird, sondern auch von Kleinstlebewesen wie Mikroben. Da wo "Shiaparelli" viel Methangas misst, könnte sich eine Landung für eine weitere Marsmission in zwei Jahren lohnen. Dann soll ein Rover zum Mars geschickt werden, der ein bisschen tiefer bohren soll.

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