Falls du gerade schlecht drauf bist: Sprich mal bisschen fröhlicher! Das hilft. Denn unsere Stimme ist nicht nur Ausdruck unserer Stimmung. Das Ganze funktioniert auch umgekehrt.

Wenn wir traurig sind, dann klingen wir auch so. Niedergeschlagen. Leise. Irgendwie lahm. Wenn wir uns freuen, dann ist unsere Stimme eine ganz andere - höher wahrscheinlich, kraftvoller und nuancierter. Bei guten Freunden können wir sofort hören, wie es ihnen geht. Umgekehrt kennen die auch unsere Stimme ganz genau.

Klingt fröhlich, macht fröhlich

Wissenschaftler aus Frankreich, Schweden und Japan wollten nun herausfinden, wie sehr unsere Stimme unserer Stimmung beeinflusst. Und sie fanden heraus: Eine fröhliche Stimme macht fröhlicher, eine traurige Stimme trauriger. Die Probanden in dem Experiment haben allerdings nicht irgendeine Stimme gehört, sondern ihre eigene, die über Kopfhörer und eine Software live manipuliert worden war.

"Die Messung der Wissenschaftler hat bestätigt: Die Leute haben ihre Stimmung ihrer Stimme angepasst."
Anne Tepper, Wissensnachrichten

Die Wissenschaftler sagen, das deute darauf hin, dass der Mensch sich über seine eigene Stimme ein Feedback verschafft - eine Art Selbstbestätigung für die momentane Gefühlslage sozusagen.

Dass die eigene Stimme manipuliert worden war, fiel übrigens bei dem Experiment nur einem einzigen Probanden auf. Auch dafür haben die Wissenschaftler eine These: Sie glauben, dass wir den Klang unserer Stimme nicht fortwährend aktiv kontrollieren. Stattdessen kontrollieren wir aber, was wir sagen.