Kaum auf der Welt atmen wir, ganz automatisch. Kaum vorzustellen, dass wir dabei etwas falsch machen könnten. Ist aber so. Richtig atmen könnt ihr lernen - im Kloster.

Georg Lolos hat inzwischen nicht nur richtig atmen gelernt, er ist seit ein paar Jahren sogar Atemtherapeut. Früher hatte er einen eher stressigen Job als Fernsehredakteur. Um die Jahrtausendwende gab er Freunden einen Korb und ging ins Kloster, statt mit ihnen Silvester in New York zu feiern. Die Auszeit war nachhaltig. Er kündigte und ging für drei Jahre zurück in das Kloster in Südfrankreich.

Unseren Tapfertypen erklärt er aus erster Hand, wie die Klosteratmosphäre beruhigend auf die eigene Verfassung wirkt. Georg lernte in dem buddhistischen Kloster zunächst auf seine Atmung zu achten.

"Von morgens bis abends hast du nichts anderes gemacht, als zu beobachten, wenn du eingeatmet hast und wenn du wieder ausgeatmet hast. Mehr nicht."
Georg Lolos, Atemtherapeut

Diese Atemübung war so intensiv, dass Georg gelernt hat, sogar während des Arbeitens aufmerksam seinen Atem zu beobachten. Sobald die Aufmerksamkeit auf dem Atmen liege, würde der Atem automatisch tiefer werden und dadurch würde man selbst auch ruhiger werden.

Georg Lolos
© Georg Lolos
Der Atemtherapeut Georg Lolos.

Diese Grundübung, die Aufmerksamkeit auf den Atem zu legen, helfe, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, so Georg. Diese Aufmerksamkeitsübung lässt sich auf den ganzen Körper ausdehnen. Das hilft dabei, sich von seinen Gedanken zu lösen: "Wenn du das einmal begriffen hast, willst du mehr davon."

"Ich bin nicht gefangen in irgendwelchen hektischen Gedankenschleifen."
Georg Lolos, Atemtherapeut