• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google

Im Sommer dieses Jahres gab es einen regelrechten Fahrrad-Boom – viele sind auch für den Weg zur Arbeit auf das Rad umgestiegen. Doch jetzt, wo die Temperaturen unter null Grad fallen, wird das Radeln deutlich ungemütlicher – aber nur, wenn ihr nicht gut vorbereitet seid. Und dafür müsst ihr nicht mal groß shoppen gehen.

Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Verena von Keitz war schon vor der Pandemie immer mit dem Fahrrad unterwegs – auch bei Wind und Wetter. Damit sie den Arbeitsweg mal ohne Rad macht, muss schon einiges passieren.

Viele andere schrecken oft davor zurück, das Fahrrad auch im Winter bei Schnee und Eiseskälte zu benutzen. Ein großer Hinderungsgrund: die richtigen Klamotten. Niemand möchte komplett verschwitzt, oder durchgefroren bei der Arbeit ankommen.

Gutes Fahrradoutfit für den Winter muss nicht viel kosten

Wer allerdings ein paar einfache Tipps beachtet, kommt auch im kalten Winter gut an sein Ziel, ohne gleich teure Biking-Klamotten kaufen zu müssen.

"Vor dem Losfahren sollten wir einfach zwei bis drei Minuten mehr Zeit einplanen, damit wir uns in Ruhe für die Fahrt fertig machen können."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Verena sagt, Step 1 lautet: Keine Hektik, ganz in Ruhe auf die Fahrt vorbereiten. Zum Beispiel beim Handschuhe anziehen könnt ihr schon darauf achten, den Handschuhbund unter den Jackenärmel zu stopfen. So kann später kein kalter Wind in die Jacke blasen.

Das gilt besonders für Tage, an denen es zusätzlich noch regnet. Hier solltet ihr euch auch die Zeit nehmen, in Ruhe in eine Regenhose zu steigen. Denn ist man zu spät dran, verheddert man sich schnell und ist schon genervt, bevor der Tag überhaupt losgegangen ist.

Nur drei Basics müssen sein

Stichwort Fahrradhose: Natürlich könnt ihr euch komplett in Funktions- und Profi-Klamotte kleiden – aber das ist gar nicht nötig, sagt unsere Reporterin. im Prinzip reichen drei Basics:

  • Wer viel radelt, für den rentiert sich auf jeden Fall eine wind- und wasserdichte Jacke, die im Idealfall noch atmungsaktiv ist, um das starke Schwitzen zu vermeiden.
  • Auch eine Regenhose, deren Beine sich für dicke Winterschuhe sehr weit öffnen lassen, ist eine Investition wert. Häufig zahlt man dafür aber gar nicht so viel, sagt Verena von Keitz.
  • Ein absolutes Muss sind vernünftige Handschuhe.
"Handschuhe sind sehr wichtig. Denn unsere Hände sind dem kalten Fahrtwind besonders ausgesetzt."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Expertinnen oder Blogger empfehlen oft die gesamte Palette der Radfahrausrüstung, erzählt Verena, bei der der Preis durchaus abschrecken kann. Häufig ist dabei vom sogenannten Zwiebel-Look die Rede: Am Körper selbst soll demnach eng anliegende Funktionsunterwäsche getragen werden, danach folgen ein bis zwei dünne Schichten, die wärmen sollen, und drumherum gibt's noch eine wind- und wasserabweisende Außenschicht.

Winter-Radausrüstung hat im Grunde jeder zu Hause

Doch so teuer muss es gar nicht sein, sagt Verena von Keitz. Außer der schon erwähnten Regenjacke und Regenhose hat sie sich noch nie Radfunktionskleidung gekauft, verrät sie. Denn das Material ist ihrer Meinung nach zweitrangig beim Zwiebel-Look. Ihre Tipps:

  • ein etwas längeres Unterhemd, das man gut in die Hose oder Leggings stecken kann, um die Nieren zu schützen
  • darüber ein langärmeliges Shirt
  • darüber eine wärmere Strickjacke, etwa aus Wolle – Hauptsache die Jacke stellt eine schöne Isolierschicht dar
  • an den Beinen sind Leggings oder Strumpfhosen eine gute Basis unter der normalen Hose
  • und zum Schluss: Jacke, Handschuhe, wenn nötig Regenhose und Mütze – fertig!

Wen Leggings oder Strumpfhosen abschrecken, der kann auch auf Kniestrümpfe zurückgreifen, meint Verena. Und wer es um den Hals herum noch etwas wärmer haben möchte, dem empfiehlt sie einen Loop-Schal, den ihr auch ganz einfach selbst machen könnt.

Gemütlich ist gut - sicher noch besser!

Last but not least: Die richtige Klamotte ist nicht alles. Auch Sicherheit spielt gerade in der dunklen Jahreszeit eine besondere Rolle. Also: Beleuchtung am Fahrrad nicht vergessen und vielleicht auch über Reflektoren an der Kleidung nachdenken! Reflektorwesten oder -gurte gibt es schon für ein paar wenige Euro.