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Velbert im Jahr 1940: Nachts leuchtet es hier hell, eine leere Eisenbahn dreht ihre Runden. Mitten in der Pampa inszenieren die Nazis eine falsche Fabrik. Sie hat nur ein Ziel: Die Aufmerksamkeit der Bomber auf sich zu lenken. Sie sollen auf keinen Fall die zehn Kilometer entfernten Kruppwerke treffen. Wie lange dieses Ablenkungsmanöver funktioniert, hört ihr hier.

"Bei Tag sieht das alles so harmlos aus. Das ist auch der Effekt, der gewünscht war, man hätte denken können, das sei einfach eine Aneinanderreihung von Heuhaufen. Nachts war das natürlich etwas anderes."
Josef Niedworok, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger
Arbeiter vor Kruppscher Nachtscheinanlage
© Kruppsche Nachtscheinanlage

Noch heute ist der Bunker zu sehen, in dem die Soldaten die Scheinfabrik koordiniert haben. Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Rebekka Endler hat sich die Geschichte dazu erzählen lassen: Nach den großen Luftangriffen im Ruhrgebiet flogen hier auch Tage später noch brennende Dokumente durch die Luft. Nach dem Krieg, als die Wohnungsnot am größten war, wurde die Anlage sogar als Notunterkunft genutzt.

Wir erzählen Eure Geschichten

Habt ihr etwas erlebt, was unbedingt erzählt werden sollte? Dann schreibt uns! Storys für die Einhundert sollten eine spannende Protagonistin oder einen spannenden Protagonisten, Wendepunkte sowie ein unvorhergesehenes Ende haben. Im besten Fall lernen wir dadurch etwas über uns und die Welt, in der wir leben.

Wir freuen uns über eure Mails an einhundert@deutschlandfunknova.de

Shownotes
Fake-Fabrik im Zweiten Weltkrieg
Zum Abschuss freigegeben
vom 14. Juli 2017
Moderator: 
Paulus Müller
Autorin: 
Rebekka Endler