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Lars Eidinger ist zu Gast. Er spielt in der Mini-Serie "Faking Hitler" den Journalisten Gerd Heidemann, der für den Stern die gefälschten Hitler-Tagebücher eingekauft hatte. Und wir sprechen mit Elisa Schlott über die Serie "Ein Hauch von Amerika". Außerdem geht es um den starbesetzen Kinofilm "House of Gucci" mit Lady Gaga, Adam Driver, Jared Leto und Al Pacino.

Es war 1983, als der vielleicht größte Medienskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte öffentlich wurde. Der Stern hatte für Millionen von D-Mark vermeintlich private Tagebücher von Hitler gekauft und veröffentlicht. Doch nur wenige Tage später stellte sich heraus: Es waren alles Plagiate des Kunstfälschers Konrad Kujau, für den Stern ein absoluter Journalismus-GAU.

Mini-Serie "Faking-Hitler" hält sich an historische Fakten

Schon 1992 gab es eine Verfilmung des Skandals von Hemlut Dietl ("Schtonk!"), allerdings als Medien-Satire voller Zynismus. Die Serienversion "Faking Hitler" (RTL+ / tvNow) wurde dagegen entlang der Fakten von damals gedreht, mithilfe von Telefonaten zwischen Stern-Star-Reporter Gerd Heidemann und Konrad Kujau, die Heidemann damals selbst aufgezeichnet hatte.

Konrad Kujau hatte sich ihm gegenüber als Kunsthändler ausgegeben, der die Hitler-Tagebücher aufgetan haben wollte. In seiner wahnhaften Suche nach dem nächsten großen Medien-Knüller hatte Gerd Heidemann die vermeintlichen Tagebücher gekauft.

"Da stand der Name der Produktion 'Faking Hitler' drauf, ich setze mich aber nicht auf einen Stuhl, auf dem 'Faking Hitler' steht. Ich hab' da ein Problem mit, ich finde, man muss im Umgang mit diesem Thema sehr vorsichtig sein."
Schauspieler Lars Eidinger

Lars Eidinger hat mit Tom Westerholt über die Aktualität einer knapp 40 Jahre alten Geschichte gesprochen und auch über die Notwendigkeit, Fake News in Verbindung mit Rechtsextremität niemals zu unterschätzen oder runterzuspielen.

Elisa Schlott spricht über "Ein Hauch von Amerika"

Außerdem ist Elisa Schlott zu Gast, sie spielt die weibliche Hauptrolle in der Nachkriegs-Drama-Serie "Ein Hauch von Amerika" (ARD Mediathek). Als junge Bauerntochter Marie verliebt sie sich Anfang der 1950er Jahre in den Schwarzen US-Soldaten George (Reomy D. Mpeho), der fortan mit Rassismus aus zwei Lagern zu kämpfen hat: dem der Dorfbewohner und dazu dem seiner eigenen weißen Soldaten-Kameraden.

Wir sprechen mit Elisa, wie es gelingen kann, Gesellschaftsbilder von vor siebzig Jahren ins Fernsehen von heute zu transportieren.

Neu im Kino: "House of Gucci"

Neu im Kino ist diese Woche "House of Gucci" von Regie-Altmeister Ridley Scott. In dem Film, der das Ermordungsdrama rund um Firmen-Spross Maurizio Gucci (Adam Driver) erzählt, spielen jede Menge Megastars mit: Lady Gaga als Maurizios Frau/Ex-Frau Patrizia Reggiani, dazu Jared Leto, Al Pacino, Jeremy Irons und Selma Hayek. Anna Wollner und Tom Westerholt haben den Film zusammen gesehen und Anna konnte digital mit einigen der Stars sprechen.

Shownotes
Gespräch zu "Faking Hitler"
Lars Eidinger: "Ich setze mich auf keinen Stuhl, auf dem 'Faking Hitler' steht"
vom 30. November 2021