Diese Themen werden 2019 unter anderem wichtig: Sprachassistenten, mobiles Netz und mehr Datenschutz. Ein kurzer Ausblick auf das neue Netz-Jahr.

Prognosen sind erfahrungsgemäß immer schwierig, unser Netzreporter Andreas Noll hat es trotzdem versucht. Hier seine Zusammenstellung, was 2019 in Sachen Hardware und Netzpolitik wichtig werden könnte:

Sprachassistenten

Per Sprache den Wetterbericht abzufragen oder sich den nächsten Termin nennen zu lassen - das ist zwar keine Innovation mehr, aber außer bei Smart Speakern noch nicht sehr weit verbreitet. Doch die Hersteller setzen auf das Prinzip der Sprachassistenten in vielen verschiedenen Formen. Bald soll es einfach nutzbare Kopfhörer und Fernsehgeräte mit Sprachassistenten geben. "Ein Mega-Thema in diesem Jahr", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Andreas Noll.

Einer Studie des Telekommunikationskonzerns Ericsson zufolge gehen 65 Prozent der Befragten davon aus, dass sich (Sprach-)Assistenten innerhalb der kommenden drei Jahre so weit entwickeln, dass sie sich an Diskussion "wie ein Familienmitglied beteiligen werden".

Faltbare Handydisplays

Es gibt noch keine konkreten Ankündigungen, "aber man kann davon ausgehen, dass jetzt die Zeit der faltbaren Handy-Displays anbricht", sagt Andreas Noll.

2018 wurden zwei Modelle vorgestellt, für dieses Jahr sollen weitere folgen. Praktischer Nutzen: Großes Display bei kleiner Handygröße.

4G/5G

In Deutschland wird noch weiter am LTE-Ausbau gearbeitet, aber die großen Hoffnungen liegen auf dem Nachfolger 5G, der eine noch höhere Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit bereithalten soll. Bis sich das richtig durchsetzt, könnte es 2025 werden.

Erst einmal wird in Deutschland weiter über den Netzausbau gestritten. Mehrere Mobilfunkanbieter haben gerade Klage eingereicht gegen die Vergaberegeln bei der Versteigerung der 5G-Frequenzen.

2019 sollen die ersten 5G-Chips auf den Markt kommen, mit denen die ersten Handys ausgestattet werden können. Am Ende des Jahres sollen 25 Mobilfunk-Anbieter weltweit 5G anbieten - vor allem in den USA, vielleicht auch in Österreich.

Facebook und Whatsapp

In Europa und in Nordamerika stagnieren die Nutzerzahlen oder sinken sogar - der Peak dürfte erreicht sein, Facebook sucht daher nach Alternativen, um Geld zu verdienen. Zum Beispiel soll endlich der zu Facebook gehörige Messenger-Dienst Whatsapp monetarisiert werden.

Das wäre für Facebook gleich ein doppelter Gewinn. Zum einen würden sie damit Nutzer als Geldbringer behalten, die statt Facebook lieber Whatsapp nutzen. Zum anderen könnten sie mit Whatsapp neue Nutzer gewinnen - denn der Trend geht (unabhängig von Facebook) hin zu Messengern und zu privater Kommunikation von eins zu eins und in privaten Gruppen.

E-Privacy-Verordnung

Die E-Privacy-Verordnung ist sozusagen der Nachfolger der Datenschutzgrundverordnung. Sie soll das Sammeln der Daten erschweren, allerdings ist das Gesetz noch in Verhandlung.

Zum Beispiel streiten Vertreter der Werbeindustrie noch mit denen der Nutzer um das sogenannte Kopplungsverbot. Würde das in Kraft treten, müssten Webseitenbetreiber es möglich machen, dass Nutzer auch dann die Webseite nutzen, wenn sichergestellt ist, dass keinerlei Daten gesammelt werden. Es würde also verboten, das Nutzen der Webseite zwangsweise mit dem Sammeln von Daten zu koppeln.