Die neue Platte von Farin Urlaub heißt "Faszination Weltraum". Im Interview ging es um andere Sachen: Gute Fotos. Sprechdurchfall. Traurige Skateboarder. Reiche Punkrocker. Lehmhütten in der Wüste. Schlechtes Toastbrot. Ein Traum!

Die Ärzte haben ja mal gesagt, sie seien die beste Band der Welt. Wir können das überbieten: Farin Urlaub ist der größte Musiker, der je auf unsere Wall-of Fame geschrieben hat. Einer der witzigsten ist er mit Sicherheit auch - schließlich reimt er auf dem Song solche Sachen wie "sei mir nicht bös, ich bin polyamorös". Das findet Farin selbst auch toll: "Als mir dieser Reim einfiel, bin ich auf die Knie gefallen."

Aber Farin Urlaub ist ja nicht nur Musiker. Er ist auch Fotograf, Reisender und Professor für vergleichende Wüstenarchitektur. Zumindest sagt er das, wenn er mitten in der Wüste erklären muss, womit er sein Geld verdient. Andere Menschen würden in so einer Situation vielleicht anfangen zu stottern - aber Farin improvisiert sich da heraus. "Logorrhoe hab ich ja eh", sagte er.

"Aus 500 Meter Höhe sieht die Welt am Besten aus. Man erkennt den Dreck noch nicht, aber man sieht Farben, Konturen."

Das neue Album? Sollte man besser am Stück hören, findet Farin. Auch wenn das vielen schwerfällt, denn "die Aufmerksamkeitsspanne wird ja immer geringer, alles soll nur noch als Jingle funktionieren." Im Urlaub? Sollte man nicht den Lonely Planet lesen, findet Farin.

Mein Gehirn kommt auf Lösungen, die mich überraschen

Ansonsten ist Herr Urlaub ein Mensch, der "zum Glück keinen geregelten Tagesablauf hat". Der auf dem Skateboard "eher eine traurige Figur" abgegeben hat. Voller "feuernder Synapsen" ist. Der sich immer wieder selbst überrascht. Und unter dessen Bett Staub liegt. Alle (wirklich alle!) weiteren Fragen werden im Interview beantwortet.