Wenn wir auf eine grüne Wand schauen, entspannt uns das schon ein wenig. Wenn wir unsere Umgebung begrünen - ist das noch besser für uns. Wie und womit wir unser Terrassen, Balkone und Dächer am besten bepflanzen, hat unsere Reporterin Sina Fröhndrich herausgefunden.

Es macht einen Unterschied, ob wir auf eine grüne oder rote Wand schauen, haben Forscher festgestellt. Der Erregungslevel in unserem Gehirn sinkt, wenn wir auf eine grüne Fläche blicken. Der Effekt ist noch größer, wenn wir auf lebendiges Grün blicken: Wer Blumen und Pflanzen um sich herum hat, kann das Hirn noch besser herunterfahren - dabei geht es insbesondere um das Areal unseres Gehirns, das für Kommunikation zuständig ist. Die logische Konsequenz für gestresste Städter, die entspannen wollen: Begrünt eure Häuser!

"Wenn ich grüne Flächen um mich herum habe, wird mein Gehirn viel später und langsamer in den Stressmodus gesetzt.“
Peter Falkai, Leiter der psychiatrischen Uniklinik München

Begrünte Flächen entspannen nicht nur unseren Geist, sie haben gleich mehrere Vorteile: Sie kühlen ihre direkte Umgebung und bieten auch Schallschutz. Dirk Frölich weiß das aus eigener Erfahrung, weil er eine begrünte Wand im Hinterhof hat. Und auf seinem Dach wachsen zwei kleine Obstbäume und Frühlingsblumen.

Erst schlaumachen, dann pflanzen

Wer Wände, Fassaden, Balkone, Terrassen und Dächer bepflanzen will, sollte erst mal herausfinden, ob er das darf. Wer selbst Eigentümer ist, dürfte keine Probleme bekommen. Wer allerdings mietet, sollte erst mal mit dem Vermieter sprechen. Und wenn ihr ein Dach bepflanzen wollt, solltet ihr einen Statiker zu Rate ziehen. Ein bepflanztes Dach muss schon ein großes Gewicht tragen können und wir sollten auf keinen Fall mehr daraufpacken, als es hält.

Eine Wurzelfolie, eine Matte, die Wasser und Nährstoffe speichert, und Substrate gehören zur Grundausstattung. Zur Not muss man sich im Gartencenter beraten lassen, sich ein Buch über Gartenbau besorgen oder ein Youtube-Tutorial schauen.

Das Dach mit Pizzakräuter bepflanzen

Manche Pflanzen wie Disteln sollte man sich nicht aufs Dach pflanzen, sie können das Dach durchbohren und es kaputtmachen. Was gut geht sind Pizzakräuter, sagt unsere Reporterin Sina Fröhndrich: also etwa Thymian oder Rosmarin. Auch zu empfehlen sind Glockenblumen, Scharfgarben und Margeriten.

Förderung durch die Stadt

Manche Städte fördern das Begrünen von Fassaden, Terrassen und Dächern. Düsseldorf macht das zum Beispiel, da kann man 40 Euro je Quadratmeter Zuschuss bekommen. Das lohnt sich, sagt unsere Reporterin, weil sich bei einem Gartendach die Kosten auf rund 60 bis 80 Euro je Quadratmeter belaufen. Auf der Liste des Bundesverbands Gebäudegrün findet ihr heraus, welche Städte für die Begrünung eurer Häuser etwas zusteuern.