Bei Feinstaubalarm sollen Kamine in Stuttgart verboten werden. Sie sollen für mehr als 20 Prozent des Feinstaubs in der Stadt verantwortlich sein. Vor allem offene Kamine sind richtig schlecht.

Stuttgart hat ein Problem: Die Stadt liegt mit ihren 600.000 Einwohnern in einem Kessel. Wenn der Feinstaub hier erst einmal auftaucht, kommt er nicht so schnell wieder raus. Bei hohen Schadstoffwerten sollen die Stuttgarter deswegen doch bitte ihre Autos stehen lassen. Und bitte auch den Kamin auslassen, jedenfalls wenn es ein Komfortkamin ist, der nur zum Vergnügen benutzt wird.

Alles ist besser als offene Holzöfen

Noch ist das eine Empfehlung, beim nächsten Feinstaubalarm gibt wahrscheinlich es ein Kamin-Verbot. Die blasen schließlich viel Feinstaub in die Luft. "Im Kamin wird Holz verbrannt, aber die Verbrennung im offenen Kamin ist nicht perfekt", sagt Georg Ehring aus unserer Umweltredaktion.

Selbst gute Holzöfen produzieren zehn mal mehr Feinstaub als bei einer Verbrennung von Öl. Wenn der Kamin als einzige Heizung dient, ist er vom angekündigten Verbot in Stuttgart ausgenommen.

"Zwischen einem Pelletöfen und so einem Spaßkamin liegen Welten. Der Pelletofen ist gesteuert, hat eine definierte Luftzufur, die Temperaturen sind optimal."
Georg Ehring aus unserer Umweltredaktion

Der größte Feinstaubproduzent ist bei allem Kamindreck aber immer noch der Straßenverkehr. Auch Kraftwerke und Industrieanlagen sind verantwortlich für die winzigen Feinstaub-Partikel. Das Problem beim Feinstaub: Er dringt über die Lunge in den Blutkreislauf ein und kann dort Entzündungen der Atemwege verursachen.