Wieso sich die Litauer mit "Guten Morgen mit Hühnchen" begrüßen und welche Eigenheiten sie sonst noch an den Tag legen, hat Kultuwissenschaftler Felix Ackermann in den fünf Jahren, in denen er dort gelebt hat, gelernt. 

"Guten Morgen mit Hühnchen" reimt sich auf Litauisch einfach schön. Deswegen ist das in Litauen eine Begrüßung, die man oft hört. Obwohl die Litauer eigentlich mehr Schweinefleisch essen. Manche begrüßen sich tatsächlich auch mit dem Spruch "Guten Morgen mit Schweinefleisch". Aber das kommt wohl nicht so freundlich rüber, wie der Hühnerfleisch-Gruß, das sagt zumindest Kulturwissenschaftler Felix Ackermann. 

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Skurriles, Amüsantes und Spannendes hat der Kulturwissenschaftler in den fünf Jahren, in denen er mit seiner Familie in Litauen gelebt hat, erfahren. Seine Erlebnisse hat er in seinem Buch "Mein litauischer Führerschein - Ausflüge zum Ende der Europäischen Union" aufgeschrieben, das im März erschienen ist. 

Litauisch gilt als eine schwere Sprache. Es heißt, dass sie nach Chinesisch die zweitschwerste Sprache sei. Felix, der als Kulturwissenschaftlter an einer Uni arbeitet, schiebt seine Schwierigkeiten eher darauf, dass die Litauer einfach nicht so große Lust darauf haben, sich auf Litauisch mit Touristen zu unterhalten. 

"Ich habe fünf Jahre lang Litauisch gesprochen, und seitdem ich nicht mehr in Litauen lebe, funktioniert es ganz gut. Es hat sich herausgestellt, dass das Hauptproblem die Litauer sind, wenn es darum geht, die Sprache zu lernen."
Felix Ackermann augenzwinkernd über die Unlust der Litauer mit Ausländern Litauisch zu sprechen.

Um die östlichen Außengrenzen der Europäischen Union nicht nur von seinem Berliner Schreibtisch aus zu erforschen, zieht Felix mit seiner Familie in die litauische Hauptstadt Wilna. Dort lehrt er von 2011 und 2016 an der European Humanities University. Er leitete ein Zentrum für Deutschlandstudien und war im Laboratory of Critical Urbanism für den Forschungsbereich Historische Stadtanthropologie verantwortlich.

Kulturwissenschaftler Felix Ackermann.
© Jan Zappner
Kulturwissenschaftlter Felix Ackermann

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