Zwei Jahre mit wenigen oder gar keinen Festivals liegen hinter uns. In diesem Jahr präsentiert Deutschlandfunk Nova endlich wieder die schönsten Erlebnisse und Musik auf den spannendsten Festivals in ganz Deutschland. Wir schauen darauf, was sich alles durch die Pandemie verändert hat, und stellen euch die bezauberndsten Festivals vor - einige davon präsentiert Deutschlandfunk Nova.

Die Coronavirus-Pandemie hat auch die Veranstaltungsbranche hart getroffen. Festivals sind auch in der derzeitigen entspannteren Lage immer noch in der Regenerationsphase. Für viele Veranstaltungen gibt es immer noch diverse Karten zu kaufen und das, obwohl die Karten der vergangenen Jahre noch immer gültig sind.

"Es wäre sehr schade, wenn wir in einer ähnlichen Bredouille steckten wie zuvor, als die Folgen der Seuche uns existenzielle Probleme bereiteten."
OBS Festivalchef Rembert Stiewe im Höme Magazin über das Festivalüberleben

Die meisten Festivals kämpfen immer noch darum, überhaupt weiter stattfinden zu können. Das berichtet der Orange Blossom Festivalchef Rembert Stiewe dem Festivalmagazin Hoeme im Interview. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung für Livemusikveranstaltungen und überregionale Musikfestivals ein Förderprogramm gestartet. Seit dem 2. Mai können sie sich für Neustart Kultur bewerben und bis zu 800.000 Euro Fördergeld erhalten.

Am meisten werden Festivals aber durch den Kauf von Karten supportet. Zudem hilft es, dort zu arbeiten. Denn viele Veranstalter haben aktuell mit einem Mangel an Personal zu kämpfen.

Corona-Regeln auf Festivals

Wenn ihr dieses Jahr auf Festivals geht, dann ist es wichtig, dass ihr euch kurz vorher noch mal genau über die Corona-Maßnahmen informiert. In den meisten Fällen gelten keine gesetzlichen Regeln mehr. Veranstalter wie beispielsweise das Maifeld Derby setzen aber darauf, dass ihre Besucher*innen immer noch verantwortungsvoll mit der Lage umgehen. Sie raten dazu geimpft, getestet und gegebenenfalls mit Maske zu feiern.

"Zusätzlich solltet ihr auch eine Maske dabeihaben, um diese gegebenenfalls aufzusetzen, wenn es euch mal zu unwohl in der Menschenmenge ist."
Maifeld Derby über Corona-Maßnahmen

Es gibt aber auch immer noch Festivals die auf 2G-Plus setzten und kontrollieren, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Dennis Rettberg.

Dennis Rettberg, Deutschlandfunk-Nova-Reporter
"Bei aller Vorfreude spukt natürlich Corona immer noch herum. Das heißt, es gibt überall noch Hygienekonzepte. Wie die aussehen, ist ganz unterschiedlich. Das Golden Leaves ist als 2+-Veranstaltung geplant, aber es kann auch noch kurzfristig Änderungen geben."

DLF Nova präsentiert Festivals 2022 für jeden Geschmack

Deutschlandfunk Nova präsentiert euch in diesem Jahr tolle Festivals. Damit ihr euch jetzt noch Tickets sichern und euch die Festivals im Kalender markieren könnt, haben wir sie für euch zusammengefasst.

Schönste Location

  • MS Dockville (19. bis 21. August)

Location: Es heißt nicht umsonst Musik- und Kunstfestival, Stadthafen-Atmosphäre trifft dort auf Kunst und Glitzerkonfetti

MS Dockville Festival
© picture alliance I dpa
Hamburger Charme beim MS-Dockville-Festival.

Wo: In Hamburg, im Stadtteil Wilhemsburg, an einem Flussseitenarm gelegen.
Bands die ihr nicht verpassen dürft: Tash Sultana, Annenmaykantereit, Faber, Girl In Red, Leoniden
Musikalischer Geheimtipp:
Shelter Boy aus Leipzig, Indiemusik, ist brillante Mischung aus heller Melodik und nach innen gerichteter Emotionalität
Kosten: 150 Euro für das Festivalticket

  • Sound Of The Forest Festival (04. bis 06. August)

Location: Wer das Auenland aus "Der Herr der Ringe" kennt, kann sich in etwa vorstellen, wie es hier aussieht

Wo: Marbachstausee Odenwald in der Nähe von Mannheim
Bands, die ihr nicht verpassen dürft: Giant Rooks und Bruckner
Musikalischer Geheimtipp: Ätna, laufen gerade mit ihrem tollen Song "I feel love" bei Nova in der Playlist
Kosten: 99 Euro für das Festivalticket (ohne Camping)

  • Appletree Garden Festival (04. bis 06. August)

Location: Ein schattiger Wald, der Geruch von frisch gemähtem Heu und dazu die Klänge ausgewählter Lieblingsacts.

Wo: Diepholz in Niedersachsen
Bands, die ihr nicht verpassen dürft: Alice Phoebe Lou, Metronomy ,Provinz
Musikalischer Geheimtipp: Alyona Alyona bringt mit ihrem Rap, sogar Wladimir Putin ins Schwitzen
K
osten: Tickets sind leider ausverkauft

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Rocco del Schlacko (11. bis 13. August)

Wo: Püttlingen im Saarland
Bands, die ihr nicht verpassen dürft: Leoniden, Annenmaykanerait, Casper, Kummer
Musikalischer Geheimtipp: Blond ist die coolste Indie-Rock Gruppe aus Leipzig, die ihr euch bei einem Festival immer anschauen und nicht nur im DLF Nova Programm hören solltet.
Kosten: knapp 50 Euro für ein Tagesticket

  • Way Back When Festival (03. und 04. Juni )

Wo: JunkYard in Dortmund
Bands, die ihr nicht verpassen dürft: Edwin Rosen, Thala, Balthazar
Musikalischer Geheimtipp: Brockhoff, denn zwischen empowernden Pop und kompromisslosen Fuzz-Sounds trifft Brockhoff mit ihren Songs auf unbeeindruckt ehrliche Art einen überraschend erwachsenen Zwischenton.
Kosten: 70 Euro für zwei Tage Festival

Coolste neue Musik

  • Tempelhof Sounds (10. bis 12. Juni)

Wo: Flughafen Tempelhof in Berlin
Bands, die ihr nicht verpassen dürft: The Strokes, Parcels, Kat Frankie
Musikalischer Geheimtipp: Bilbao – so schön wie die Stadt, ist die Musik. Mit Freund*innen im Sommer den Abend genießen, beim Kochen laut mitsingen oder tanzend durch die Regale beim Einkaufen schweben – für all diese Momente liefern BILBAO die perfekten Gute- Laune-Tracks. Mit eingängigen Indie-Pop-Melodien kreieren die vier Jungs Songs mit Ohrwurmgarantie.
Kosten:
Festivalpass 189 Euro

  • Maifeld Derby (13. bis 15. Juni)

Wo: Mannheim Maimarktgelände
Bands, die ihr nicht verpassen dürft: Arlo Parks, Chet Faker, Rikas, Bilderbuch
Musikalischer Geheimtipp: Philine Sonny ist jetzt schon das Beste, was die westfälische Stadt Unna seit "Bang Boom Bang” hervorgebracht hat. Ihr zeitlos-zeitgemäßer Gitarrenrock breitet die Arme ganz weit aus und segelt Richtung Westen, wo immer die Sonne scheint und der Roadtrip durch die einsame Prärie niemals endet.
Kosten: 140 Euro für das gesamte Festival