Ein Feuerlöscher ist auch für zu Hause eine gute Idee. Welcher Feuerlöscher der richtige ist, hängt unter anderem vom Brand ab. Es gibt auch Alternativen, die etwas günstiger sind.

Bis die Feuerwehr im Brandfall bei uns zu Hause ankommt, können 8 bis 17 Minuten vergehen. Einen Feuerlöscher griffbereit bei sich in der Wohnung zu haben, ist daher ratsam. Das empfiehlt auch die Feuerwehr. Eine Pflicht gibt es für den Privatbereich aber keine. Bei Cafés zum Beispiel ist das anders.

Löscher vom Brand abhängig

Wer sich einen Feuerlöscher für zu Hause besorgen möchte, sollte auf die Brandklassen achten: A, B, C, D und F. Die Brandklasse gibt an, welchen Brand wir womit löschen dürfen. Nicht jeder Feuerlöscher ist für jeden Brand geeignet.

Wenn zum Beispiel Fett in einer Pfanne brennt, darf kein Löschmittel benutzt werden, das Wasser enthält, erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Suzan Bazarkaya. Das kann gefährlich werden, weil es zu einer Fettexplosion führen kann. Für einen Fettbrand gibt es deswegen Feuerlöscher der Brandklasse F. Die muss auf dem Feuerlöscher stehen, wenn wir damit so einen Brand löschen möchten.

Schaum, Pulver, Wasser, CO2

Neben der Brandklasse unterscheiden sich die Feuerlöscher auch in ihrer Löschart. Es gibt beispielsweise Pulver-Feuerlöscher, Wasser-Feuerlöscher, CO2-Feuerlöscher oder auch Schaum-Feuerlöscher. Letztere, die mit Schaum, sind eine gängige Empfehlung für zu Hause. Die gibt es ab etwa 50 Euro zu kaufen.. Hier solltet ihr am besten auch darauf achten, dass das Löschmittel fluorfrei ist, weil die Europäische Union (EU) fluorhaltige Löschmittel demnächst verbieten könnte.

"Mein Feuerlöscher ist tatsächlich schon 14 Jahre alt. Nach 20 Jahren sollte man den entsorgen. Also kann ich den sechs Jahre theoretisch noch nutzen."
Suzan Bazarkaya, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Was auch wichtig ist: Den Feuerlöscher alle zwei Jahre warten lassen. Da wird dann die Dichtung und der Druck überprüft, teilweise auch das Löschmittel. Das ist bei Pulver zum Beispiel so, weil das nach einer Zeit verklumpen kann. Im schlimmsten Fall funktioniert der Feuerlöscher dann nicht, wenn er gebraucht wird. Die Wartung führen Brandschutzfirmen durch, das kostet ungefähr zwischen 15 und 25 Euro.

Und sicher naheliegend aber im Eifer des Gefechts nicht immer präsent: Wenn es dann wirklich brennt, müssen wir am Feuerlöscher noch den Sicherungsstift ziehen und den oberen Hebel nach unten drücken.

Alternativen zu Feuerlöschern

Eine Alternative zum Feuerlöscher für zu Hause ist Löschspray. Das kann bei kleinen Bränden helfen. Die Sprays sind oft günstiger als die Schaum-Feuerlöscher. Für ungefähr 20 Euro gibt es zum Beispiel auch schon welche. Noch weniger würde Sand kosten, aber der muss unbedingt trocken sein, andernfalls wäre das zu gefährlich bei einem Fettbrand.

Außerdem wichtig: Einen Brand sollten wir auch nur dann versuchen, selbst zu löschen, wenn das Feuer klein und gerade erst entstanden ist, sagt Ulrich Laschet, Pressesprecher und Einsatzleiter der Feuerwehr Köln.

Nur kleine Brände selbst löschen

"Ein kleines Spültuch, das gerade anfängt zu brennen, kann man – durch Wegwerfen in ein Waschbecken zum Beispiel und anschließend mit Wasser darüber laufen lassen – ablöschen. Ist das Ganze aber schon auf die Gardine übergegriffen, dann schnellstmöglich die 112 anrufen", erklärt er. Zusätzlich sollten wir uns sofort in Sicherheit begeben und warten, bis die Feuerwehr kommt.

Shownotes
Brandschutz
Feuerlöscher: So finden wir den richtigen
vom 20. Februar 2024
Moderatorin: 
Anke van de Weyer
Gesprächspartnerin: 
Suzan Bazarkaya, Deutschlandfunk Nova