In Bussen, Bahnen und im Supermarkt gilt in Bayern ab Montag (18.01.) eine FFP2-Maskenpflicht. Da es sich bei diesen Masken um Einwegprodukte handelt, kann das teuer werden.

Die Preise von FFP2-Masken variieren stark, sagt Michael Watzke, unser Landeskorrespondent in Bayern. Je nachdem, ob wir den Mund-Nasen-Schutz im Drogeriemarkt, in der Apotheke oder im Netz kaufen, kostet eine Maske zwischen 2 Euro und 6,65 Euro. Dabei kann die Qualität der FFP2-Masken sehr unterschiedlich sein.

Wer viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, muss die Maske häufiger wechseln

Wer oft Auto fährt und seine FFP2-Maske nur zum Einkaufen benutzt, der kommt vermutlich mit einer Maske pro Woche hin, das macht dann etwa 16 Euro im Monat.

Aber Menschen, die häufig Bus und Bahn benutzen – also Studierende und viele, die nicht so viel Geld verdienen – sollten die Maske eher täglich wechseln, sagt unser Landeskorrespondent in Bayern. Die Empfehlung: Jeden Tag die Maske wechseln, wenn man sie nicht nur beim Einkaufen nutzt. Wer also täglich den Mund-Nasen-Schutz wechselt, muss schon mit einem Kostenpunkt von 120 Euro pro Person pro Monat rechnen, sagt Michael Watzke.

Gespräch mit Christopher Niehues, Gesundheitswissenschaftler an der FH Münster
Wie wir FFP2-Masken reinigen können, um sie mehrfach zu verwenden

Wer über ein geringes Budget verfügt, hofft möglicherweise eine der 2,5 Millionen Gratis-Masken aus dem Vorrat des Freistaates Bayern zu bekommen. Bewerben kann man sich dafür allerdings nicht: Die Landratsämter in Bayern schicken sie sozial Bedürftigen per Post zu. Dabei nutzen sie Daten, die ihnen von Hartz IV oder Sozialhilfe-Beziehenden bereits vorliegen.

Andere Bürgerinnen und Bürger, die wenig Einkommen besitzen, wie Azubis und Studierende kommen in diesen Datensätzen womöglich gar nicht vor und werden dann auch eher nicht berücksichtigt.

"Wir werden uns an der Kette der Grundsicherung und der Menschen, die ein ungesichertes Einkommen haben, entlang hangeln. Die Daten sind vor Ort da."
Klaus Holetschek, Gesundheitsminister von Bayern

Wer Hartz IV bezieht, der kann eine Zuzahlung bei der Krankenkasse beantragen. Denn die Ausgaben für Medikamente und Hilfsmittel dürfen nicht höher als zwei Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens betragen. Wenn die Kosten die Belastungsgrenze überschreiten, kann man Unterstützung beantragen.

"Uns wurde signalisiert, dass die Landräte die Masken verschicken werden oder über ihre Wege an die bringen werden, die es betrifft."
Klaus Holetschek, Gesundheitsminister von Bayern

Bisher nur FFP2-Maskenpflicht in Bayern - kann aber bundesweit kommen

Bayern ist aktuell das einzige Bundesland, das die FFP2-Maskenpflicht einführt hat. In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass Maßnahmen von anderen Bundesländern oder sogar bundesweit übernommen wurden, die der Freistaat Bayern zuerst eingeführt hatte.

Da die Infektions- und Todeszahlen weiterhin hoch sind, geht Michael Watzke davon aus, das eine FFP2-Maskenpflicht für ganz Deutschland kommen könnte.

Hamstern sollten wir nicht

Weil die Preise für FFP2-Masken steigen könnten, sei es eine Überlegung wert, jetzt schon welche zu kaufen, meint Michael Watzke. Hamstern sollten wir die Masken allerdings auch nicht – für unsern Bayern-Korrespondenten beginnt die Grenze zum Hamstern, wenn wir uns einen Vorrat von mehr als 30 FFP2-Masken zulegen.

Kontrolle der Maskenpflicht - bis zu 250 Euro Bußgeld

In der ersten Woche soll es noch keine Strafen für diejenigen geben, die ohne Maske erwischt werden. Ab der zweiten Woche nach Einführung der FFP2-Maskenpflicht könnte ein Bußgeld drohen. Wer beispielsweise in der U-Bahn ohne FFP2-Maske erwischt wird, den könnte das ein Bußgeld von bis zu 250 Euro kosten.