Gut sieben Jahre ist es her, der vermutlich tragischste Unfall der deutschen Fernsehgeschichte: Samuel Koch stürzt in "Wetten, Dass...?" beim Versuch, mit Sprungfedern Salti über fahrende Autos zu machen, bricht sich das Genick und ist seitdem querschnittgelähmt. Ab Donnerstag ist er in seiner ersten Film-Hauptrolle im Kino und heute unser Gast.

In "Draußen in meinem Kopf" spielt Samuel Sven, einen 28-jährigen jungen Mann, der seine letzten Lebenswochen mit Muskelschwund im Endstadium in einem Pflegeheim verbringt. Sven ist vollständig gelähmt, körperlich wie auch seelisch. Er weigert sich, sein Zimmer zu verlassen, liegt nur im Bett, das Zimmer ist sein Mikrokosmos. Er pflegt seinen mittlerweile ausgewachsenen, bitteren Zynismus zu voll aufgedrehter, morbider, klassischer Musik. Alles, was er von sich gibt ist ironisch, sarkastisch, zynisch. Bis Christoph kommt: Ein aufgedrehter, fröhlicher Typ, der ein freiwilliges soziales Jahr macht - und der Svens Lebenseinstellung nicht hinnehmen wird. "Ziemlich beste Freunde"? Ein bisschen ja. Aber vor allem ein berührender Film über natürliche und selbst gewählte Grenzen. 

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Samuel Koch ist 30, war bei seinem Unfall gerade mal 23 und: Schauspielstudent. Nach der Diagnose Querschnittlähmung lag erst einmal nichts ferner, als dieses Studium wieder aufzunehmen. Aber Samuel hat sich zurück gekämpft, ins Leben und an die Schule, hat seinen Abschluss gemacht und mittlerweile im Rollstuhl in einigen Serien, Fernsehfilmen und Theater-Produktionen gespielt.

"Die Gegenwart ist, denke ich, die einzige Dimension, in der es sich zu leben lohnt. Man kann für die Zukunft planen, kann schön sein. Und die Vergangenheit, in meinem Fall, ist auch ein Schatz für die Zukunft und kein Museum, in dem ich tote Dinge staple. Mal sehen, wo die Reise hingeht.“
Samuel Koch, Schauspieler

Klar muss Sven den Vergleich zur Filmfigur aushalten, nach dem Motto: Der eine gelähmte spielt einen anderen gelähmten. Doch das ist ihm geglückt, sagt unser Filmjournalist und Kritiker Tom Westerholt:

"Nach nur wenigen Minuten im Film sieht man schon gar nicht mehr, wer da in diesem Krankenbett liegt, außer, dass es sich um einen hervorragenden Schauspieler handeln muss."
Tom Westerholt, Film-Journalist

Außerdem in Eine Stunde Film:

Anna Wollner hat die britische Schauspielerin Letitia Wright in London getroffen. Sie spielt aktuell die Schwester und Gadget-Erfinderin von Marvel-Superheld Black Panther. Auch im neuen Avengers Film "Infinity War", Teil 1, ist sie wieder mit dabei und trotz absolutem Hype scheint die 24-Jährige erstaunlich geerdet zu sein.

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Auch neu im Kino ist diese Woche der Action-Thriller "A Beautiful Day". Joaquin Phoenix spielt darin einen Ex-Militär, der sich - privat - auf eher unkonventionelle Befreiungen von Geisel-Opfern spezialisiert hat. Als er den Auftrag bekommt, die gekidnappte Tochter eines Senators zu befreien, stürzt er in einen Fall, dessen Dimensionen nicht einmal er absehen konnte.

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Zwei Preise gewann "A Beautiful Day" dieses Jahr bei den Festspielen in Cannes: den für das beste Drehbuch und den für den besten Hauptdarsteller. Beide absolut zurecht, sagt Tom: "Hart, aber sehr packend".