Schauspielerin Emma Stone musste bei den 73. Filmfestspielen von Venedig alleine über den Roten Teppich schreiten. Ihr Filmpartner Ryan Gosling hatte andere Verpflichtungen. Schade, denn der Eröffnungsfilm "La La Land" wurde frenetisch gefeiert.

"Besser kann man ein Festival nicht eröffnen", schwärmt DRadio-Wissen-Reporterin Anna Wollner. Mit "La La Land" hat Whiplash-Regisseur Damien Chazelle ein Musical ins Rennen geschickt, besetzt mit zwei großen Hollywood-Stars. Und die machen einen richtig guten Job. Denn Ryan Gosling und Emma Stone singen und tanzen alle Parts selber. Große Gefühle inklusive.

"La La Land ist ein Film über das Erwachsenwerden und Scheitern durch die falschen Entscheidungen mit Tanz- und Gesangseinlagen."
Anna Wollner berichtet aus Venedig

Neben vielen amerikanischen Produktionen, wie zum Beispiel der Romanverfilmung "Light between the Oceans" mit Alicia Vikander und Michael Fassbender oder "Arrival" mit Amy Adams und Jeremy Renner, werden auch deutsche Produktionen mit Spannung erwartet. Wim Wenders zum Beispiel präsentiert seinen 3D-Film "Die schönen Tage von Aranjuaez". Ein Zwei-Personen-Stück, in zehn Tagen gedreht, auf französisch - also ein echtes, filmisches Experiment.

In die gleiche Kategorie gehört auch "Frantz", eine deutsch-französische Koproduktion von François Ozon. In den Hauptrollen Paula Beer und Pierre Niney. Der Film handelt vom Umgang mit Schuld und Trauer in Frankreich und Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Aber auch in dem Western "Brimstone" mit Game-of-Thrones-Star Kit Harrington steckt deutsches Geld.