Nach jahrelangen Prüfverfahren ist es jetzt so weit: Die Baugenehmigung für das weltweit erste Atommüllendlager für hochradioaktiven Abfall in Olkiluoto ist erteilt.

Für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gibt es bereits Endlager in Frankreich und in Deutschland wird derzeit Schacht Konrad in Niedersachsen als Endlager ausgebaut. Ein Endlager für Brennstäbe, die hochradioaktiv sind, ist in Deutschland umstritten. Niemand will so ein Endlager vor seiner Tür, sagt DRadio-Wissen-Reporter Konstantin Zurawski. In Schweden und Finnland scheinen die Menschen keine Angst vor dem Atommüll zu haben. Laut Konstantin haben sich Ortschaften sogar darum beworben, dass das Endlager bei Ihnen gebaut wird.

Lager für Brennstäben ab 2025

Auf der finnischen Halbinsel Olkiluoto befindet sich bereits ein Kernkraftwerk und Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall, das jetzt als Endlager für hochradioaktiven Atommüll ausgebaut wird. Die finnische Regierung hat der Firma Posiva die Baugenehmigung erteilt. Vorangegangen ist ein komplexes Prüfverfahren, das seit der Grundsatzentscheidung für das Endlager 2001 durchgeführt wurde.

Bis das Endlager eingerichtet ist, werden noch mehrere Jahren vergehen. Konstantin rechnet frühestens 2025 damit, dass dort tatsächlich Brennstäbe eingelagert werden können. Diese aufwändigen Prüfverfahren und immer wieder neu auftretende Kriterien für Atommüllendlager machen es laut Konstantin auch so schwer, letztlich einen Standort für ein Lager zu finden.

Das Endlagers heißt wahlweise Olkiluoto - wie die Halbinsel und das Kernkraftwerk - oder Onkalo - auf Deutsch "Versteck". 100.000 Jahre soll die Lagerung in 400 bis 500 Meter tiefem Felsgestein sicher sein, versichert die Betreibergesellschaft.

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