Wer sich regelmäßig sportlich bewegt, verbessert seine Herzgesundheit. Das ist auch schon im jungen Alter wichtig. Warum bereits kurzes Training helfen kann.

Regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining kann das Herz zum Wachsen bringen. Das sagt Sportmediziner und Kardiologe Martin Halle von der TU München. Beide Sportarten helfen, eine Kombination ist ideal.

"Wer drei bis vier Mal pro Woche etwa eine halbe bis Dreiviertelstunde joggt, ist auf einem Top-Niveau."
Martin Halle, Sportmediziner und Kardiologe der TU München

Doch egal, welchen Sport wir treiben, wichtig sei, dass wir das regelmäßig machen. So könne beispielsweise drei- bis viermal pro Woche Joggen bereits für ein Herzwachstum sorgen. Wer besonders fit sei, könne sein Training auch variieren – und beispielsweise zwischen sehr niedrigen und hohen Herzfrequenzen wechseln.

Das Herz reagiert auch bei leichtem Sport positiv

Doch das Herz passt sich auch schon bei leichten Einheiten an. Wer bisher noch nicht sportlich aktiv ist, könne mit zehn Minuten am Tag starten und sich dann langsam steigern. Der Sportmediziner empfiehlt hierfür insbesondere langsames gehen, schwimmen, wandern oder walken.

Die Effekte eines leichten Trainings zeigen sich bereits nach zwei bis drei Wochen. Der Ruhepuls geht runter, die Gefäße werden elastischer und das Herz transportiert mehr Sauerstoff in kürzerer Zeit, erklärt Martin Halle. "Das Herz arbeitet dann schon ökonomischer", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Ilka Knigge.

Auch mildes Krafttraining leistet einen Beitrag zur Herzgesundheit. "Eine starke Muskulatur im Körper entlastet am Ende auch das Herz", sagt Martin Halle.

"Der Alterungsprozess geht schon frühzeitig los – nicht erst mit 40 oder 50."
Martin Halle, Sportmediziner und Kardiologe der TU München

Er empfiehlt, bereits jung mit dem Sport anzufangen. Denn so können wir den Zustand unserer Zellen konservieren, Cholesterin-Ablagerungen vorbeugen und die Gefäße jung und fit halten.