Habt ihr auch keinen grünen Daumen? Dann könnte es eine Lösung geben. Flora Robotica will uns helfen, besser mit unseren Pflanzen zu kommunizieren.

Bisher ist die Kommunikation zwischen Mensch und Pflanze ja eher schwierig. Pflanzen können uns leider nicht laut anschreien, wenn sie langsam austrocknen. Und wir wiederum verstehen manchmal einfach nicht, was die Pflanze nun schon wieder hat.

Flora Robotica ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Universität Paderborn, an dem sich Informatiker, Robotiker, Zoologen und Architekten aus Deutschland, Dänemark, Österreich und Polen beteiligen. Das internationale Forscherteam baut sogenannte biohybride Gesellschaften aus Roboterschwärmen und Pflanzen.

Indem zwischen Mensch und Pflanze Roboter geschaltet werden, können Menschen und Pflanzen miteinander kommunizieren. So können die Pflanzen den Robotern sagen, was sie brauchen - zum Beispiel wie viel Wasser, Licht oder Dünger. Und der Mensch kann der Pflanze per Roboter mitteilen, in welche Richtung sie bitte wachsen soll.

Die Kommunikation läuft über optische Sensoren sowie Abstandssensoren, schreibt das Blog Mobilegeeks. Es gibt auch Sensoren, die Saftfluss in der Pflanze messen. Flora Robotica experimentiert auch mit Licht. Mit blauem wird die Pflanze dazu gebracht, Richtung Licht zu wachsen. Licht jedoch, das zwischen dem sichtbaren und dem Infrarotbereich liegt, finden Pflanzen ekelhaft. Sie wenden sich ab.

Flora Robotica soll später einmal in Großstädten zum Einsatz kommen. Heiko Hamann, der das Projekt koordiniert, glaubt, dass die "intelligenten Pflanzen" künftig unsere Städte architektonisch beleben können: von der kontrolliert begrünten Wand bis hin zu ganzen Häusern aus lebender Biomasse - und zwar gesteuert durch Roboterschwärme. Das sagte Hamann dem Innovations-Report.