Vor einem Jahr hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Credo ausgegeben: "Wir schaffen das!" Damit das am Ende wirklich funktioniert, packen viele Deutsche ehrenamtlich mit an. Das Wichtigste für die Flüchtlinge: Deutsch lernen.

Seit neun Monaten sind die Schwestern Marwa und Enas Zakrour in Deutschland. Sie sind zusammen mit ihren Eltern aus Damaskus geflohen. Erst mit dem Boot über das Mittelmeer, dann über Griechenland, die Türkei, Mazedonien, Serbien und Österreich nach Deutschland. Jetzt leben sie in Köln und versuchen, so schnell wie möglich einen Weg in die Gesellschaft zu finden.

Seit vier Monaten lernen die Schwestern Deutsch in der Schule - vier bis sechs Stunden jeden Tag. Enas hat in Syrien ihr Abitur gemacht, Marwa hatte ein Studium begonnen. Beide möchten sich hier in Deutschland weiter um ihre Ausbildung kümmern. Bisher warten sie noch auf die Genehmigung ihres Asylantrags.

Deutsch lernen ist schwer

Um ihnen den Einstieg in Deutschland zu erleichtern, engagieren sich viele Deutsche ehrenamtlich. Aria Lirawi ist seit einem Jahr Sprachmittlerin beim Potsdamer Projekt ref.connect. Heute hilft sie sogar noch mehr Menschen als vor einem Jahr. Aria Lirawi spricht Farsi. Ihre Erfahrung: Für ihre Schützlinge ist Deutsch lernen viel schwerer als man denkt. Viele haben nur wenige Jahre die Schule besucht und wissen nicht, wie man lernt.

Aria Lirawi
"Sie kommen nicht richtig an, wenn sie nicht richtig Deutsch sprechen können."