An den Flughäfen und in den Flugzeugen fehlt das Personal: Experten erwarten überfüllte Flughäfen und die Ausfälle von hunderten von Flügen.

Bodenpersonal für Sicherheit und Abfertigung, Flugbegleiter und Piloten in der Luft: Weltweit fehlt Personal.

Der Wirtschaftsjournalist Nicolas Lieven sagt, dass Pfingsten ein Weckruf für die Luftfahrtbranche gewesen sei. Denn daraufhin kündigten Lufthansa und Eurowings an, insgesamt 1000 Flüge für Juli aus dem Programm zu nehmen. Damit haben die beiden Fluggesellschaften die Notbremse gezogen, sagt Nicolas Lieven. Er geht zudem davon aus, dass weitere diesem Beispiel folgen werden.

Wirtschaftsjournalist Lieven: "Das Poblem ist zum Großteil hausgemacht"

Während der Pandemie wurden viele Angestellten monatelang in die Kurzarbeit geschickt, einige haben sich nach neuen Tätigkeiten umgesehen, die ihnen mehr Sicherheit bieten, zum Beispiel bei der Deutschen Bahn.

"Ich befürchte, dass wir lange Schlangen, Verspätungen und weitere Ausfälle sehen."
Nicolas Lieven, Wirschaftsjournalist

Fluggesellschaften, die aktuell auf der Suche nach Mitarbeitenden sind, haben es schwer, Angestellte zu finden, da viele der hierfür Qualifizierten der Branche den Rücken gekehrt haben.

"Schätzungen sagen: Jede fünfte Stelle ist nicht besetzt."
Nicolas Lieven, Wirtschaftsjournalist

Nicolas Lieven geht davon aus, dass sich das Problem nicht schnell lösen lässt. Selbst, wenn potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefunden werden: Eine Zuverlässigkeitsüberprüfung, die in der Flugbranche benötigt wird, dauert drei bis vier Monate, sagt Nicolas Lieven, sodass Bewerber und Bewerberinnen nicht kurzfristig anfangen könnten zu arbeiten.

"Auch wenn ich hoffe, dass viele ihren Urlaub gut und glücklich verbringen können: Ich befürchte, dass ein paar auf der Strecke bleiben werden."
Nicolas Lieven, Wirtschaftsjournalist