Das neue Ausbildungsjahr beginnt und manche verdienen jetzt ihr erstes Geld. Je nach Branche und Region ist das nicht unbedingt viel, dennoch gibt es Möglichkeiten, während der Ausbildung etwas zur Seite zu legen. Das Geld kommt vom Arbeitgeber, es muss nur beantragt werden.

Unbedingt merken sollten sich Auszubildende das Stichwort Vermögenswirksame Leistungen, sagt unsere Finanzexpertin Brigitte Scholtes. Hier zahlt der Arbeitgeber über sechs Jahre jeden Monat kleine Geldbeträge zusätzlich zum Lohn – das aber nur, wenn das Geld zum Sparen verwendet wird.

Förderung muss beantragt werden

Die Vermögenswirksamen Leistungen sind in der Regel im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt. Dabei ist zu beachten: Das Geld muss vom Arbeitnehmer beantragt werden. Dabei gebe es je nach Branche und Arbeitgeber bis zu 40 Euro im Monat, was am Ende einem Gesamtbetrag von rund 2900 Euro entspricht, sagt Brigitte Scholtes.

"Wenn man tatsächlich die 40 Euro bekommt, dann kämen über die sechs Jahre, in denen man einzahlt, knapp 2900 Euro zusammen – geschenkt vom Arbeitgeber."
Brigitte Scholtes, Deutschlandfunk-Nova-Finanzexpertin

Nach den sechs Jahren bleibt das Geld zunächst für ein Jahr gesperrt, erst dann können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darüber verfügen. Im besten Fall bringe das angesparte Geld in der Sperrzeit zusätzliche Rendite. Wer weiter sparen will, der könne einen neuen Antrag beim Arbeitgeber stellen, meint Brigitte Scholtes.

Fond-Sparplan statt Sparbuch

Wer Vermögenswirksame Leistungen nutzt, so unsere Finanzexpertin, der könne zusätzlich von staatlicher Förderung profitieren, genauer: die Arbeitnehmer Sparzulage. Das können im Höchstfall 80 Euro zusätzlich im Jahr sein.

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Brigitte Scholtes rät aufgrund der nach wie vor niedrigen Zinsen davon ab, das Geld auf ein Sparbuch anzulegen. Eine lukrativere Anlage sei ihrer Meinung nach ein Fond-Sparplan, in den der Arbeitgeber einzahlt.

"Wer sich traut, der könnte einen Fond-Sparplan einrichten. Das heißt, der Arbeitnehmer überweist dann jeden Monat in einen Investment Fond."
Brigitte Scholtes, Deutschlandfunk-Nova-Finanzexpertin

Fonds sammeln das Geld vieler Anleger und kaufen damit Aktien. Wer hier einzahlt, erwirbt entsprechende Anteile. Allzu große Angst vor dem Auf und Ab an der Börse brauche man nicht zu haben, so Brigitte Scholtes. Wenn man langfristig anlege, dann glichen sich die Schwankungen über die Zeit aus. Die Finanzexpertin empfiehlt dabei sogenannte ETFs oder Indexfonds zu wählen, die weltweit Aktien kaufen. Hier seien die Gebühren geringer und die Rendite besser. In guten Jahren können die sogar zweistellig sein.

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