Das US-Magazin Forbes kürt in seinen 30-unter-30 Listen in 20 Kategorien je 30 junge Menschen aus den USA und Kanada, die in Zukunft großen Einfluss haben könnten.

Das Forbes-Magazin schätzt regelmäßig das Vermögen oder Einkommen von berühmten Menschen. Egal ob aus Musik, Wirtschaft oder Politik. Bei den 30-unter-30 Listen geht aber nicht um die, die schon Reichtum, Macht und damit Einfluss haben, sondern um die, die das in Zukunft haben könnten.

Insgesamt 600 Menschen aus den USA und Kanada sind darin aufgeführt in 20 Kategorien. Unter anderem zum Beispiel Hollywood und Entertainment, Medien und Sport, Musik, Finanzen, Gesundheit, aber auch Recht und Wissenschaft.

Künstler mit Star-Potenzial

Auf der Liste der Musikerinnen und Musiker befindet sich zum Beispiel Lil Nas X. Der Rapper hat unter anderem 2019 dafür gesorgt, dass darüber diskutiert wurde, ob Country-Musik rassistisch ist. Sein Hit "Old Town Road" ist aus den Country-Charts geflogen, weil er angeblich nicht Genre-Konform gewesen sein soll.

Außerdem ist er der erste offen schwule Rapper in den USA. Die Forbes-Jury sieht in Lil Nas X einen Künstler mit längerfristigem Star-Potenzial. Auf der Musikliste finden sich aber auch Menschen, die auf der nicht-künstlerischen Seite des Musikbusiness arbeiten. Wie etwa Glenne Christiaansen, die sich für einen großen Streaming-Anbieter um die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern kümmert.

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Eine weitere Kategorie in der Forbes-Liste sind Unternehmen mit sozialem Engagement. Hier ist unter anderem die erst 27-jährige Stephanie Young mit dabei. Die Absolventin der Standford University hat eine Plattform gegründet, auf der datenbasiert Jobangebote auf ihre sozialen Standards hin überprüft werden. Dabei geht es zum Beispiel darum herauszufinden, ob die Unternehmen unterdurchschnittlich bezahlen oder wie es in einer Firma mit Geschlechtergerechtigkeit aussieht.

Mit auf der Liste sind auch Menschen, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen oder Menschen dabei helfen zu erkennen, ob sie auf ein Burn-Out zusteuern.

Unter 30: Jung und fleißig

Was die 600 Menschen unter 30 eint: Viele von ihnen arbeiten hart. Im Schnitt 66 Stunden pro Woche. Das macht bei einer Sechs-Tage-Woche elf Stunden pro Tag. Über 60 Prozent der 30-unter-30 haben schon mal eine Firma gegründet - alleine oder zusammen mit anderen.

Laut Forbes-Magazin blickt die neue Elite auch ziemlich positiv in die Zukunft. Fast 90 Prozent denken, dass die US-Wirtschaft positiv für Start-Ups ist. Fast 80 Prozent sehen es als Vorteil daran, dass sie noch vergleichsweise jung sind.

Männer-Überhang bei 30-unter-30

27 Jahre alt sind die 30-unter-30 im Schnitt. 40 Prozent von ihnen sind Frauen, 59 Prozent Männer und ein Prozent ist nicht-binär, identifiziert sich also weder eindeutig als Mann oder Frau. Zu den beliebtesten Apps der 30-unter-30 gehören Google Maps, Spotify, Twitter und Instagram.

Die beliebtesten Mentorinnen und Mentoren sind Persönlichkeiten wie Tesla-Chef Elon Musk, Bill Gates, Michelle Obama oder Amazon-Chef Jeff Bezos.