Zu wenig Muttersprache im Radio? Franz-Robert Liskow, der Vorsitzende der Jungen Union in Mecklenburg-Vorpommern, ist davon überzeugt und will das ändern. Wir haben mit ihm gesprochen.

Sohn mit "Artifice", "Long Way Down" von Robert Delong und "Going Missing" von Maximo Park - das waren die drei letzten Songs, die bei DRadio Wissen liefen, während dieser Artikel geschrieben wurde. Uns hat das ganz gut gefallen - Franz-Robert Liskow wahrscheinlich nicht. Denn keines dieser Lieder wird auf Deutsch gesungen. Und das hört der Vorsitzende der Jungen Union in Mecklenburg-Vorpommern nicht so gerne.

"Der Schlager ist durch Helene Fischer jünger und frischer geworden."
Franz-Robert Liskow, Vorsitzender der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern

Franz-Robert Liskows Forderung: eine Mindestquote von 35 Prozent deutscher Musik im Radio - und gerne auch Schlager. Wobei er versichert: Er hat nichts gegen englischsprachige Musik an sich. Er will zwischendurch einfach öfter Deutsch hören. Weil es viele talentierte Künstler in der Bundesrepublik gebe - die aber nicht oft genug im Radio gespielt würden.

Eine gesetzliche Quote für deutschsprachige Musik will er allerdings nur als letztes Mittel einführen. Er hofft auf Verständnis bei den Radiosendern und würde mit den Verantwortlichen gerne über eine freiwillige Selbstverpflichtung reden.

Und eines ist ihm auch noch wichtig: Franz-Robert Liskows Radio steht in seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern. Die Auswahl an Sendern sei dort nicht besonders groß. Und wenn er einschalte, höre er maximal zwei oder drei Lieder, die auf Deutsch gesungen werden. Der Unionspolitiker ist überzeugt: Er ist nicht allein. Viele Mecklenburger würden gerne mehr Songs in ihrer Muttersprache hören. Sei es vom Rostocker HipHopper Marteria oder von Helene Fischer, die den Schlager jünger und frischer gemacht habe.