Statusberichte auf Facebook unterscheiden sich. Besonders zwischen Männern und Frauen. Frauen texten wärmer und sind dabei soziale und emotionale Vermittler. Männer eher nicht.

Forscher aus den USA sagen, dass Frauen in Statusberichten als soziale und emotionale Vermittler auftreten. Das heißt, sie nehmen eine verbindende Rolle ein. Dazu kommt, dass sie eine wärmere Sprache verwenden als Männer. In weiblichen Posts kommen häufiger Worte wie "Liebe", "Bewunderung", "Familie" und "großartig" vor.

"Der Post einer Freundin bestätigt diese These, sie postet: 'Auf einen wundervollen Junggesellenabschied , ihr seid die Besten.'"
Julia Demming, DRadio Wissen

Für die Forscher war das Ergebnis nicht überraschend, erstaunt hat sie aber, dass Frauen in ihren Statusberichten mindestens genauso selbstsicher auftreten, wie Männer. Hinweis dafür seien Vokabeln wie "absolut", oder die Verwendung von Imperativen, wie "Hey, lasst uns was unternehmen".

"In der Studie waren die Frauen sprachlich sogar eher noch selbstsicherer, als die Männer."
Julia Demming, DRadio Wissen

Damit hatten die Forscher nicht gerechnet, weil es bisherigen Sprachstudien aus der Genderforschung widerspricht. Daraus folgern die Wissenschaftler, dass die Psychologie soziale Netzwerke noch mehr in einbeziehen sollte. Männer beziehen sich laut Studie in ihren Statusberichten eher auf Fakten oder Objekte. Und: Sie nutzen Posts gerne, um sich über Dinge aufzuregen. Die Forscher haben für ihre Studie mehr als 10 Millionen Posts von mehr als 60.000 Usern untersucht.

"Ein schönes Männer-Beispiel von einem Freund auf Facebook lautet: 'Nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende!'"
Julia Demming, DRadio Wissen