Das neue Frauenmagazin F Mag erscheint heute am Weltfrauentag. Das passt wie die Faust aufs vielgescholtene Auge. Aber nur zum Teil, denn auch Männer sollen zur Zielgruppe gehören.

Die Redakteurinnen des neuen Frauenmagazins F Mag sind nicht älter als 30 Jahre, masturbieren nach eigener Aussage gerne, und wollen sich in Zukunft um die Themen Politik, Sex und Lametta in Deutschland kümmern.

Die Titelstory „Heul nicht, mach doch!“, liefert in der ersten Ausgabe von F Mag die Redaktionsleiterin Sara Schurmann gleich selbst. Ihrer Meinung nach kann der Titel auch als Motto für das gesamte Magazin herhalten, das als Grundgefühl auch in vielen anderen Artikeln mitschwingt.

Frauenmagazin, das auch die Männer ins Boot holt

Schurmann definiert die Zielgruppe ihres Magazins als finanziell relativ gut gestellt und als eine Generation, die nicht mehr um ihre Grundrechte kämpfen muss. Für sie alles in allem eine gute Startposition, um sich aus der Couch hochzustemmen und in der Gesellschaft zu engagieren. Dafür gibt die Redaktion den Leserinnen auch gleich acht Handlungsvorschläge an die Hand.

"Im letzten Jahr habe ich ein Bewusstsein dafür bekommen, dass Klicken und Liken allein nicht reicht. Man muss auch mal runter von der Couch."
Sara Schurmann, Frauenmagazin F Mag

Im Unterschied zum Missy Magazine soll F Mag generell einen stärkeren politischen Fokus haben. Zwar kommt es speziell als Frauenmagazin auf den Markt, aber genauso sollen sich auch Männer und damit die gesamte Generation angesprochen fühlen. Deswegen kommen im Heft auch männliche Protagonisten zu Wort, damit kein spezifisch weiblicher Blick entsteht.

Bisher sind keine weiteren Folgen von F Mag fest in Planung. Ob es bei einer Eintagsfliege bleibt oder nicht, entscheiden in den nächsten Wochen die Leser am Kiosk.