Sie werden gerne belächelt. Menschen mit einer Modelleisenbahn. Aber hätten wir nicht alle gerne ein Hobby, das uns erfüllt? Auch der "Hobbyist" David Denk sucht nach dem richtigen Freizeitvergnügen. Und er fordert weniger Leistung und mehr Scheitern beim Freizeitspaß.

David hat sein Hobby noch nicht gefunden. Deshalb besuchte er in ganz Deutschland Menschen, die wissen, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten. Mit einem Chor, einer Modelleisenbahn oder auch damit, Autogramme zu jagen.

"Wir sollten mehr Dilettantismus wagen."
David Denk, Medienredakteur bei der Süddeutschen Zeitung

Immer mehr Menschen fragen sich, was es neben Arbeit, Freunden und Familie, falls vorhanden, noch gibt. "Das Leben ist voll", sagt David. "Aber irgendwas fehlt da noch." Und zwar Hobbys, die nichts mit Leistung zu tun haben. Mit denen wir uns nicht optimieren wollen, um noch besser die Arbeit durchzustehen.

Portrait von David Denk. Er hat blonde kurze Haare und trägt Bart.
Der Journalist David Denk hält sich selbst eher für träge. Vielleicht erschwert auch das die Suche nach dem richtigen Hobby.

Laut dem Freizeitmonitor 2014, der regelmäßig die Deutschen über ihre Lieblingsbeschäftigung in ihrer freien Zeit befragt, sitzen wir vor allem gerne vor dem Fernseher.

Verbringt man seine Freizeit auf dem Sofa, dann vereinzelt man natürlich, sagt David. Er selbst wünscht sich ein Hobby, das etwas Soziales mit sich bringt. Also Menschen treffen und eben nicht vereinsamen.