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Klimaaktivistin und Ikone: Inzwischen ist sie zurück in der Schule und alleine ist sie bei ihren regelmäßigen Streiks auch nicht mehr. Ein Kurzbesuch bei Greta Thunberg in Schweden.

Vor drei Jahren startete die damals 15-Jährige Schwedin Greta Thunberg ihren Schulstreik für das Klima. Daraus ist inzwischen eine globale Bewegung geworden. Sie selbst war zwischenzeitlich in Vollzeit als Aktivistin unterwegs. Ihre zornige Frage "How Dare you?", eigentlich ihre ganze Ansprache auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen 2019, ist wohl eine ihrer wortgewaltigsten Äußerungen bisher.

Inzwischen geht Greta Thunberg zwar wieder zur Schule, streikt aber regelmäßig freitags vor dem schwedischen Parlament, das berichtet Sofie Donges. Im Moment halten rund 30 europäische Fridays for Future Vertreterinnen und Vertreter ein Planungstreffen in Stockholm ab, das die Journalistin beobachtet. Überwiegend sind sie aus Österreich und Italien angereist.

Globaler Klimastreik im September

Auch die Deutsche Luisa Neubauer war dort. Die Fridays for Future seien sehr mit Social-Media-Aktivitäten beschäftigt gewesen, damit Clips einzuspielen und zu posten – für Anhängerinnen und Anhänger überall auf der Welt, wie unsere Korrespondentin berichtet. Für den 24.09.2021 planen die Aktivistinnen einen großen, weltweiten Klimaprotest.

"Am 24.09.2021 soll es wieder einen weltweiten Klimastreik geben. Das ist dann zwei Tage vor der Bundestagswahl in Deutschland."
Sofie Donges, ARD-Korrespondentin für Schweden

In Schweden selbst werde der Jahrestag der Bewegung von relativem medialem Schweigen begleitet. "Greta Thunberg spielt hier nicht eine so große Rolle wie vielleicht bei uns. Das könnte daran liegen, dass die Klimakrise in der Bevölkerung nicht als Priorität wahrgenommen wird", so Sofie Donges.

Schwedische Grüne im Umfragetief

Die Umfragewerte für die Grüne Partei Schwedens seien momentan sehr schlecht. Es sei denkbar, dass die Miljöpartiet de gröna es 2022 nicht mehr ins Parlament schaffe. Momentan stellen sie 16 der insgesamt 349 Abgeordneten im schwedischen Parlament. Ihre Wahlergebnisse bewegen sich seit 1988 zwischen 5,5 und 7,3 Prozent. Dieses bislang beste Ergebnis erzielte die Partei 2010. Momentan liegt die Partei nach Umfragen bei 3,9 Prozent.

"Insgesamt in den letzten Jahren war der Rummel um die Person Greta Thunberg in Deutschland doch größer als hier in Schweden."
Sofie Donges, ARD-Korrespondentin für Schweden