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Wir können wieder zum Friseur. Cinja Csulits ist Friseurmeisterin und ihr Terminkalender ist voll. Sie musste ihren Laden etwas umbauen, um die Abstandsregeln zu berücksichtigen. Jetzt freut sie sich, ihr Handwerk wieder ausüben zu können.

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mussten Friseursalons wochenlang schließen, seit heute (4. Mai) dürfen sie wieder öffnen. Der Besuch beim Friseur wird erst einmal ungewohnt sein, denn es gilt Maskenpflicht. Außerdem müssen Abstandsregeln eingehalten werden.

Cinja Csulits ist trotzdem froh, dass es endlich wieder losgeht. Sie ist Friseurmeisterin und hat einen kleinen Salon in Düsseldorf. Als klar war, dass sie bald wieder öffnen darf, war der Ansturm riesig. Sie hat nicht nur viele neue Termine für Kunden und Kundinnen dazubekommen, sondern muss auch die nachholen, die während der Schließung ausfallen mussten.

"Auf uns kommt eine sehr stressige Zeit zu."
Cinja Csulits, Friseurmeisterin

Cinja Csulits erwartet, dass viele Kunden und Kundinnen in den vergangenen Wochen ergraut sind. Denn die Färbungen sind an den Haaransätzen vermutlich längst rausgewachsen.

Sie hat auch schon Fotos von Blondierunfällen gesehen. Um die wird sie sich wohl auch kümmern müssen. Denn das Blondieren auf eigene Faust zu Hause klappt nicht immer so gut. Auch nicht das Haareschneiden...

Eine Frau steht im Badezimmer. Sie beugt den Kopf nach unten, sodass die Haare nach unten fallen und schneidet sich selbst die Haare.
© Imago I Hans Lucas
Nicht mehr selbst Haare schneiden. Ab zum Friseur. Falls ihr einen Termin bekommt...

Cinja Csulits freut sich, dass es beim Haarschneiden wieder einen richtigen Vorher-Nachher-Effekt geben wird. Für alle wird klar erkennbar sein, dass sie beim Friseur waren.

Maskenpflicht und Schutzabstand auch beim Friseur

Auch beim Friseur gelten Abstandsregeln. Um diese einzuhalten, hat Cinja Csulits einen Sitzplatz außer Betrieb genommen. Nur so kann sie den Sicherheitsabstand zwischen den Kunden und Kundinnen gewährleisten.

Insgesamt musste sie etwas umräumen: Es braucht zum Beispiel auch Abstand zwischen den Waschbecken. Ein kleiner Raum, der sonst privat genutzt wird, wurde umgewandelt. "So können wir überall Kunden sitzen haben, ohne dass sie sich in die Quere kommen", sagt Cinja Csulits.

"Wir haben einen Sitzplatz komplett dicht gemacht. Damit genug Abstand zwischen den Kunden ist."
Cinja Csulits, Friseurmeisterin

Neben Sicherheitsabstand gilt auch im Friseurladen Maskenpflicht. Manche Kunden und Kundinnen verbringen drei bis vier Stunden im Friseursalon. Das ist eine Maske nicht angenehm. "Aber da müssen wir jetzt durch", sagt Cinja Csulits. Sie wird künftig einfach mehr mit den Augen reden, um der fehlenden Mundmimik etwas entgegenzusetzen.

"Wir bekommen die Widrigkeiten geregelt. Hauptsache man kann wieder sein Handwerk ausüben."
Cinja Csulits, Friseurmeisterin

Für Friseursalons gibt es noch mehr Beschränkungen. Zum Beispiel sind gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben verboten. Auch Rasieren und Bartpflege dürfen derzeit nicht angeboten werden. Und eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser wird es erst einmal auch nicht geben, um das Infektionsrisiko in den Salons zu verringern.

Geht ihr zum Friseur? Dann spendet eure Haare

Die lange Pause beim Friseur wird wohl nicht ganz reichen: Pro Tag wächst das Haar ungefähr einen halben Millimeter. Das heißt, in den vergangenen Wochen sind eure Haare um vielleicht drei Zentimeter gewachsen. Um Haare zu spenden, müssen die leider mindestens 30 Zentimeter lang sein. Aber falls ihr die Länge erreicht habt und einen Haarschnitt plant, dann können eure Haare anderen helfen. Unsere Reporterin Anke van de Weyer weiß, wie das funktioniert.

Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin
"Ihr könnt mit euren Haaren was Gutes tun."