Auf dem Schlemmerfilet, in der Fertiglasagne, in der TK-Pfannenpaella finden sich viele Zutaten, von denen wir keine Ahnung haben, woher sie eigentlich kommen. Bis jetzt. Als erster deutscher Lebensmittelhersteller gibt Frosta bekannt, woher Pilze, Käse und Brokkoli kommen.

Das Frosta-Team reist in Videos nach Pecorino in Italien, lässt kochen, bummelt über kleine Märkte. Da sollen also die Zutaten der Tiefkühl-Produkte herkommen. Das ist natürlich eine große Werbeaktion des TK-Hersteller. Auf der Seite Zutatentracker wird aber zusätzlich aufgeschlüsselt, wo die Zutaten herkommen, für jedes Produkt einzeln. Das ist dann nicht nur Werbung, sondern auch transparent - zumal sich die Hersteller eigentlich seit Jahren dagegen wehren, zu verraten, woher die einzelnen Zutaten ihres Schlemmerfilets kommen. Frosta bricht mit dieser Tradition.

Zutaten aus der ganzen Welt

Ein Beispiel: Die Gemüsepfanne Balkan von Frosta, die "südosteuropäische Gemüsemischung", hat vielleicht ein Rezept aus Südosteuropa, die Zutaten stammen aber aus der ganzen Welt. Paprika aus Spanien und Portugal, Zwiebeln aus Polen, Tomaten aus Italien, Bohnen aus Belgien, Knoblauch aus China, Pfeffer aus Vietnam, Milch und Sahne aus Deutschland. Frosta schlüsselt das so auf. "Zu wissen, wo die Zutaten herkommen, gibt Sicherheit und Vertrauen", sagt Matthias Wolfschmidt von Foodwatch. 90 Prozent von uns Kunden sei das wichtig.

"Wenn der Hersteller angeben kann, woher die Zutaten kommen, dann muss er auch wirklich wissen, woher sie kommen. Und das ist ja längst nicht bei allen Herstellern der Fall."
Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer von Foodwatch

Für Frosta sei es keine große Herausforderung, eine transparente Zutatenliste zu erstellen, sagt Matthias Wolfschmidt von Foodwatch. Das Unternehmen verzichtet seit einigen Jahren auf Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker oder Farbstoffe, deswegen müssen sie Qualität, Ursprungsland und Produzenten der Zutaten sowieso kennen. "Wenn die Technik da ist, ist es für Frosta relativ leicht und konsequent, die Herkünfte der Zutaten auch zu kennzeichnen", so Wolfschmidt.

Der Tiefkühlkost-Hersteller aus Bremerhaven ist mit dieser Form der Transparenz bisher einzigartig in Europa. Andere Hersteller argumentieren, es sei zu teuer, die Herkunft der Zutaten nachzuverfolgen, ihre Produkte würden angeblich 10 bis 30 Prozent teurer werden. "Das hat deswegen so hohe Kostenauswirkungen, weil die Systeme für die Rückverfolgbarkeit nach wie vor nicht funktionieren", sagt Matthias Wolfschmidt. "Obwohl die seit zehn Jahren gesetzlich vorgeschrieben sind."