Der Fußball gehört in Bodennähe! Jedenfalls, wenn es nach Bayern München geht. Deren Abwehrspieler sind nämlich allesamt ziemlich klein geraten und haben so ihre Schwierigkeiten mit Kopfbällen. Gerade wenn es gegen die hochgewachsenen Spieler von Juventus Turin geht, bekommen die Bayern Probleme, den Kopf an den Ball zu bekommen. Wir haben ein paar Notfalltipps für die Kopfballzwerge.

Bayern-Trainer Pep Guardiola kennt das Problem seiner kleinen Bayernabwehr. Da ist kein Spieler größer als 1,80 Meter, die Juve-Kicker wuchern so um die 1,90 Meter herum. Für Guardiola ist deswegen klar: "Jede Mannschaft der Welt ist im Kopfball besser als wir." Für die Profis aus München bedeutet das also: Die kleinen Bayern müssen Großes leisten. Wie schnappt man sich aber einen Ball, wenn der Gegenspieler 18 Zentimeter größer ist?

Einfach mal den Hintern raus

Der freundliche Rat von Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer, einfach höher zu springen, nutzt nicht viel: Das Team der alten Dame Juve ist ebenso athletisch und hat den Kniff mit dem hohen Springen ebenfalls heraus. "Das funktioniert also nicht", stellt Sportprofessor Ingo Froböse fest. "Man muss die Juventus-Spieler am Kopfball hindern." Seine Tipps klingen latent unsportlich:

  • So ein bisschen die Hand auf die Schulter des Gegners legen
  • Ein klein wenig am Trikot zupfen
  • Dem Gegner unauffällig auf dem Fuß stehen
  • Den Hintern rausstrecken - also dem Gegenspieler entgegen

Mit solchen Tricks könnten die Bayern ihren Gegnern den Raum zum Springen nehmen und ihren Größennachteil ausgleichen.

"Was ist im Profisport schon so richtig erlaubt? Man hat immer so kleine Tricks und Strategien."
Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln

Die Botschaft vom Sport-Professor ist klar: Der kleine Spieler muss cleverer sein als die Kickerkolosse. Münchens Abwehr-Chef Philipp Lahm ist zum Beispiel nur 1,70 Meter groß. "Er muss einfach versuchen, durch seine Vorausschau, durchs frühzeitige Erkennen, wo der Ball hingeht, die anderen Spieler zu überlisten", sagt Froböse. Nur so hat er die Chance, eher am Ball zu sein als der größere Juve-Typ.