Die Macher des beeindruckenden Anti-Kriegsspiels "This War of Mine" melden sich mit dieser düsteren Sim-City-Variante zurück: In einer dystopischen Zukunft kämpfen wir in "Frostpunk" ums Überleben unserer kleinen Siedlung und müssen unbequeme Entscheidungen treffen: Sollen die Kinder in die Schule oder besser ins Kohlebergwerk? Ist es wirklich sinnvoll, die Alten und Kranken zu pflegen? Und wie stehen wir eigentlich zu Kannibalismus?

80 Menschen in einem gottverlassenen Krater. Überall Schnee, die Bäume sind durchgefroren. Bei 20 Grad unter Null macht sich der verlorene Haufen von Männern, Frauen und Kindern auf, um Kohle und Holz zu sammeln, irgendwie ein wenig Wärme in die Knochen zu bekommen – und das letzte bisschen Zivilisation zu retten.

"Finally: The Time has come. To build the last city on earth!"
"Frostpunk" Intro

Im Computerspiel "Frostpunk" vom polnischen Entwickler 11 Bit Studios sind der Herrscher der letzten Stadt auf Erden. Wir kämpfen für das Überleben der Menschheit. Dafür haben wir nur ein paar Hütten und einige Untertanen, die unerlässlich einen gigantischen Kohleofen befeuern. Und das Überleben wird härter.

"Irgendwann kommt ein großer Sturm, da fallen die Temperaturen auf unter Minus 120 Grad. Und irgendwann hören die Arbeiter auf zu arbeiten, und alles ist hoffnungslos."

Jede Entscheidung ein Dilemma

In "Frostpunk" ist alles bedeutungsvoll, jede einzelne Entscheidung. Für Spieleentwickler Wolfgang Walk ist das Game bemerkenswert, weil es uns auf die Probe stellt: "Du hast eine Entscheidung zu treffen, die auf einem Dilemma beruht."

"Die Straßen der zerstörten Stadt sind übersät mit toten Körpern. Die Stadtchronik beschreibt die Verzweiflung der Menschen. Sie berichtet von Ausschreitungen und Plünderungen, von Anarchie und Hungersnot. Der letzte Eintrag: Allmächtiger vergib uns, dass wir unsere Toten essen."
Spieltext aus "Frostpunk"
Menschen kurz vor dem Verhungern
© 11 bit studios
Was tust du, wenn deine Leute hungern?

Aurelia Brandenburg hat es als Bürgermeisterin nicht zugelassen, dass die Toten gegessen werden. Schlecht gefühlt hat sie sich aber trotzdem, denn um zu gewinnen, musste sie genügend andere Prinzipien über Bord werfen: Erst schickt sie die Kinder in die Mine. Dann unterdrückt sie die kritischen Stimmen in der Bevölkerung. Irgendwann lässt sie Aufstände blutig niederschlagen. Und ohne dass sie es wollte, baut sie aus der letzten Enklave der Menschheit eine Diktatur.

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