Spinnen als Kammerjäger mit Dynamit bekämpfen? Oder als Chirurg eine Lunge transplantieren? Könnt ihr ausprobieren in "Kill it with Fire" und in "Surgeon Simulator 2" – gelacht werden darf dabei auch. Deutschlandfunk-Nova-Game-Expertin Jana Reinhardt stellt euch die beiden Simulationen vor.

In "Surgeon Simulator 2" können wir Herzen operieren, Beine amputieren und Nieren austauschen. Jana Reinhardt sagt: "Der Witz daran ist aber eigentlich, dass wir hier die krassesten OPs mit einer unmöglichen Steuerung machen, die jede Präzision beim Operieren verhindert." Feinmotorik? Fehlanzeige. Und genau das macht den Witz aus.

Beim Versuch zu operieren, stößt Jana alle Gegenstände im OP um, sie wirft Tabletten, Spritzen und Skalpelle durch den Raum oder will sich bücken, um das Herz aufzuheben und reißt dabei aus Versehen Bobs Arm ab. Bob – so heißt der arme Patient, der das alles über sich ergehen lassen muss. "Hygiene und Sicherheit sind hier jedenfalls kein Thema", sagt Jana.

Grobmotorige Steuerung sorgt für Witz – und eventuell für Frustration

Janas Fazit: Sie findet das Spiel großartig. Einziger Haken: Euer Arm reagiert leider nicht so präzise, wie das für eine OP nötig wäre. Die merkwürdige Arm-Steuerung ist Grundlage für den sehr britischen Humor des Spiels – könnte euch aber möglicherweise auch frustrieren.

"Beide Spiele sind jetzt ganz neu erschienen und eher aus der Kategorie: hochgradig bekloppt und unterhaltsam."
Jana Reinhardt, Deutschlandfunk-Nova-Game-Expertin

Auch in "Kill it with Fire" schlüpfen wir in eine andere Rolle. In diesem Fall sind wir Kammerjägerin oder Kammerjäger. In dem Spiel befinden wir uns in einer Wohnung, mit einem Klemmbrett in der Hand und jeder Menge Aufgaben – eine davon ist immer: Töte die Spinnen!

Die Mission: Töte die Spinnen!

In diesem Spiel befinden wir uns in einer Wohnung, die voll von Spinnen ist. Hier suchen wir jetzt also nach den Tieren, drehen Kissen um und schauen hinter die Pflanzenkübel. Und wenn wir die Spinne dann entdecken, müssen wir sie beseitigen. Wir haben dazu allerlei Hilfsmittel: von Feuerzeug und Haarspray, über Dynamit, bis hin zur Bazooka. Die Wohnung gleicht dann am Ende einem Schlachtfeld.

"Hier verwüstest du Wohnungen komplett als Ergebnis einer erfolgreichen Mission."
Jana Reinhardt, Deutschlandfunk-Nova-Game-Expertin

Janas Fazit: Spinnenphobiker müssen ganz tapfer sein – oder können endlich mit dem Erzfeind abrechnen. Keine Waffe ist zu übertrieben, um Spinnen in der Wohnung los zu werden. Wie die Wohnungen am Ende aussehen, ist völlig gerechtfertigt und auch sehr befriedigend, findet Jana, die selber keine Spinnen mag.