Tabea Mußgnug ist Geisteswissenschaftlerin. Da sie während des Studiums viel Leerlauf hatte, nutzte sie die Zeit und schrieb ein Buch über ihren Alltag und die Vorurteile gegen Geisteswissenschaften.

Wer Soziologie, Amerikanistik oder andere geisteswissenschaftliche Fächer studiert, kennt die ewig gleichen Fragen: "Was lernst du da überhaupt?", "Was kann man damit machen?" und "Willst du nicht was Richtiges machen?" Tabea Mußgnug sollte mal eine Bordüre für eine Freundin ihre Mutter malen, da die vermutete, dass sie als Kunstgeschichtlerin auch zeichnen könnte.

"Ich war mal in einer Vorlesung, da ging es um Imperialismus anhand des Gerichts Chicken-Tikka-Masala."
​Tabea Mußgnug, Kunstgeschichtlerin & Buchautorin

Tabea Mußgnug wusste, als sie anfing zu studieren, selbst nicht so genau, was sie danach machen will. Das fand sie aber nicht schlimm, da ihr Kunstgeschichte Spaß machte. Vielmehr nervten sie die Fragen andere und ließen sie hinterfragen, ob die Studienwahl wirklich die richtige Entscheidung gewesen war.

"Ich würde alles nochmal genauso machen oder ich wäre Tierpflegerin bei den Babyrobben in Wilhelmshaven - da war ich mal - das war total toll."
​Tabea Mußgnug, Kunstgeschichtlerin & Buchautorin

Während Tabea auf die Zwischenkorrektur ihrer Doktorarbeit wartete, hatte sie viel Leerlauf und langweilte sich. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, setzte sie sich hin und schrieb über ihren Studienalltag und die Vorurteile, mit denen sie als Geisteswissenschaftlerin konfrontiert wurde. Tabeas Buch erschien beim S. Fischer Verlag unter dem Titel "Nächstes Semester wird alles anders... Zwischen Uni und Leben! Für alle, die denken, sie bräuchten einen Plan"