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Wenn wir essen, stellen wir schnell fest, ob eine Mahlzeit uns guttut oder nicht. Das Gleiche gilt für alle Dinge, mit denen wir unseren Geist füttern: Nachrichten, Musik, Filme, Instagram, Social Media – was auch immer wir konsumieren, es liegt an uns, auszuwählen, was uns guttut, wem wir unsere Aufmerksamkeit schenken oder eben nicht.

Wir brauchen Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, Ballaststoffe, Fette und Kohlenhydrate für unseren Körper. Damit er funktioniert und damit wir gesund bleiben. Aber was braucht eigentlich unser Geist? Horrorfilme, Nachrichten, True Crime und Trolle auf Facebook? Wohl eher nicht.

Auch unser Geist braucht Nahrung. Aber habt ihr schon mal darüber nachgedacht, welche geistige Nahrung ihr euch jeden Tag zuführt? Schlechte Nachrichten, Meldungen von Katastrophen und Tod, Werbung, die euch sagt, dass ihr zu dick und zu hässlich seid und dass die Welt ein gefährlicher, böser Ort ist – solche Dinge sind sicher auch mit dabei.

"Dieses Konzept der geistigen Nahrung: wohltuend oder nicht – das war für mich auch so ein Gamechanger."
Main Huong Nguyen, Psychologin

Wir sind selbst dafür verantwortlich, was wir uns jeden Tag zuführen, damit nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist genährt ist und gesund bleibt. Denn je nachdem, wie wir uns entscheiden, kann das großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben.

Ein Bodyguard, der auf Seele und Geist aufpasst

Wenn wir etwas lesen oder einen Film schauen, sollten wir uns fragen: Ist das für unseren Körper wohltuend oder nicht? Genauso wenn wir essen. "Also wenn wir ein frisch gekochtes Essen haben, fühlen wir uns genährt und haben dann Energie, um andere Dinge zu tun oder fühlen wir uns, als hätten wir fünf Big Macs in uns rein gestopft?", sagt Main Huong.

"Unsere Aufmerksamkeit ist wie eine Taschenlampe in einem dunklen Wald. Wir können uns überlegen, ob wir den Lichtstrahl auf einen Haufen Müll richten oder auf Blumen, Bäume und Büsche."
Diane Hielscher, Moderatorin

Wir können uns jeden Tag selbst entscheiden, welche Medien, Bücher, Social-Media-Kanäle, Hörbücher oder Podcasts wir konsumieren. Es ist genau wie beim Essen: Wir können Trash gucken und Trash essen. Am Ende ist es unsere Entscheidung.

Moderatorin Diane Hielscher und die Psychologin Main Huong Nguyen finden es wichtig, dass wir uns einen geistigen Bodyguard zulegen, der auf unsere Seele und unseren Geist aufpasst, damit nicht die ganze Zeit Krankheit, Tod, schlechte Laune und Negatives auf uns niederprasseln.

Denn geistige Nahrung kommt natürlich nicht nur aus Medien, sondern auch von den Menschen um uns herum. Wollen wir, dass Tante Gerda stundenlang über Krankheiten spricht oder der Nachbar uns mit all seinen Sorgen vollsülzt? Manchmal kann man auch einfach sein: "Nein, ich möchte das nicht!" Ohne es böse zu meinen.