Es kann nur eine(n) geben? Nö. Über Affären, Seitensprüngen - und was das mit uns macht.

Anna (Name geändert) ist Anfang 40 und lebt in einer deutschen Großstadt. Vor acht Jahren verlor sie ihren Mann bei einem Autounfall. Und hatte jahrelang Schwierigkeiten, sich auf einen neuen Mann einzulassen. Das Internetforum, über das sie in die Affärenschiene reinrutschte, beschreibt sie für sich selbst als Versuchsplattform, um zu schauen, ob sie wieder bereit ist für eine Partnerschaft.

Also hat sie sich dort angemeldet - und Männer kennengelernt, die heimliche Liebschaften suchen. Vier Jahre ist das jetzt etwa her. Hinter Anna liegen inzwischen eine anderthalb-jährige und mehrere mehrmonatige Affären.

"Es liegt in meiner Hand das jederzeit zu beenden."
Anna (Name geändert), Geliebte

Benutzt hat sie sich in den vier Jahren nie gefühlt. Und auch die Schuldgefühle gegenüber den offiziellen Frauen ihrer Männer hat sie nicht. Über sich selbst sagt Anna in Rückblick auf die vier Jahre. "Ich bin sicherlich ein stückweit dadurch abgestumpft." Und auch wenn sie inzwischen den starken Wunsch verspürt, wieder eine feste, echte Partnerschaft einzugehen, ist sie sich nicht sicher, ob sie den Schritt schafft.