Wer langfristig mehr als 40 Stunden pro Woche arbeitet, gefährdet seine Gesundheit. Das Risiko für Diabetes, Krebs und Herzprobleme steigt erheblich - besonders bei Frauen. Die können sich nach der täglichen Arbeit oft weniger gut erholen als Männer.

Eine Studie aus den USA stellt fest: Wenn wir mehr als 60 Stunden Arbeit pro Woche arbeiten, können wir ernsthaft krank werden. Das Risiko für Diabetes, Krebs und Herzprobleme ist dreimal so hoch - allerdings nur bei Frauen, die zwischen 40 und 50 Jahren alt sind. Männern erkranken öfter an Arthritis, also Gelenkentzündungen, ihr Risiko für Diabetes, Krebs und Herzprobleme steigt nicht.

Frauen genauso belastbar wie Männer

Dass Frauen gefährdeter sind als Männer, liegt vor allem daran, dass sie nach der Arbeit häufig noch Hausarbeit erledigen müssen. Durch die doppelte Belastung stehen sie stärker unter Druck und haben mehr Stress.

"Es liegt nicht daran, dass Frauen weniger belastbar sind. Sondern an der Rollenverteilung. Frauen haben viel häufiger eine Doppelbelastung. Sie gehen nicht nur arbeiten, sondern müssen auch noch die Familie managen."
Matthis Dierkes, DRadio Wissen

​Politik und Arbeitgeber stehen in der Verantwortung

Die Forscher der Studie fordern, dass die Politik Arbeitszeiten genauer kontrolliert. Außerdem bieten Arbeitsgeber zu selten Gesundheitstrainings und Schulungen zum Stressabbau an.