Früher hatten die Alben von Konstantin Gropper längere Titel: "Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon" oder "The Scarlet Beast O‘ Seven Heads". Das neue Get-Well-Soon-Album heißt einfach nur Love. Und war mal nötig.

Konstantin Gropper ist Get Well Soon - und er wirkt fast ein bisschen verstört, als er bei uns im Studio ankommt. Er ist an Weiberfastnacht nach Köln gekommen. Beim Frühstück in seinem Hotel war er der einzige, der kein Kostüm trug. Auf dem Weg zu DRadio Wissen sind ihm Menschen in bunten Kostümen mit Alkoholflaschen in der Hand entgegengekommen. Er findet das "interessant", wie er sagt, mag aber auch nicht weiter darauf eingehen. Lieber redet er über seine Musik, sein neues Album "Love", das zum ersten Mal einen so kurzen Titel hat.

"Es war schnell klar, dass es Love heißen muss. Das Thema hatte sich angestaut."
Konstantin Gropper von Get Well Soon über sein neues Album

Er hatte das Gefühl, dass es mal um Liebe gehen muss. Auch wenn ihm klar ist, dass das ein Dauerbrenner im Pop ist. Aber er sagt, er hatte auch nicht den Anspruch, etwas völlig Neues zu schaffen, etwas, das noch nie da war. Vielmehr hofft er, dass das Album durch seine subjektive Sichtweise individuell geworden ist.

Konstantin Gropper bei Kaline Thyroff im DRadio-Wissen-Studio

Konstantin Gropper glaubt nicht, dass man zum Thema Liebe irgendwelche subjektiven Wahrheiten herausarbeiten kann. "Aber jeder kann etwas damit anfangen", sagt er. Je länger er sich mit dem Thema beschäftigt hat, desto mehr Fragen sind aufgetaucht, sagt er, wie zum Beispiel: "Was ist Liebe eigentlich?"

Der 33-Jährige macht in Get Well Soon fast alles allein. Songs und Texte schreiben, arrangieren, er spielt fast alle Instrumente selbst. Den Entstehungsprozess eines solchen Albums könne man durchaus mit der Entstehung einer Diplomarbeit vergleichen. Es gehe viel Recherche voraus. Irgendwann finde man sein Thema. Auf die Meinung von anderen legt er dabei nicht allzu viel wert. Also eher so gar nicht.

"Zu unfertigen Sachen brauche ich keine Kritik. Zu fertigen auch nicht. Grundsätzlich bin ich einfach kritikunfähig."
Konstantin Gropper über seine Arbeitsweise

Get Well Soon ist sein Egoding, sagt konstantin. Zum Kontrast braucht er gewisse Auftragsarbeiten, wie zuletzt den Titelsong zu Schulz & Böhmermann. Das hält ihn auf dem Boden.