Im Gin sind Koriander und Wacholder. Und warum nicht auch Lindenblüten, dachten sich zwei Deutsche - und landeten damit einen Volltreffer.

Im Gin sind typischerweise sehr viele Gewürze und Aromen: Koriander und Wacholder gehören dazu. Aber auch Zimt, Muskat, Mandel, Lavendel, Jasmin und viele andere können, je nach Sorte, eine Rolle spielen. Die Kunst bei der Gin-Herstellung besteht darin, aus diesen vielen Zutaten ein harmonisches Getränk herzustellen. Und zwar ein sehr beliebtes: Denn Gin ist wieder in.

Gold für Siegfried

Raphael Vollmar hat mit seinem Gin jedenfalls ins Schwarze getroffen: "Siegfried" wurde auf dem World Spirits Award 2015 als bester deutscher Gin aller Zeiten ausgezeichnet. Und das, obwohl der Bonner die Gin-Herstellung als Hobby betreibt.

Raphael Vollmar
© DRadio Wissen
"Wir bekamen Doppel-Gold. Das ist die höchste Auszeichnung, die jemals ein deutscher Gin bekommen hat. Und seitdem ist bei uns die Hölle los."

Dabei lief es Anfangs eigentlich nicht so gut: Der erste Versuch ging in die Hose. Erst als Raphael und sein Geschäftspartner eine kleine Destillerie in der Eifel ausfindig gemacht hatten, begann der eigentliche Herstellungsprozess. In vielen Meetings wurde verkostet und verworfen. Bis schließlich die Grundrezeptur stand. Die Lindenblüte spielt darin eine Rolle.

"Die Linde hat was Warmes, Honigartiges. Und das gibt dem Gin das Runde und Weiche."
Raphael Vollmar, Gin-Hersteller

Als bekennender Lokalpatriot nannte Raphael seinen Gin "Siegfried" - der Drachenfelsen, Spielort der Niebelungensage, liegt schließlich direkt vor der Tür. Trotz des großen Erfolgs soll die Gin-Herstellung erst mal ein Hobby bleiben. "Wenn wir ausverkauft sind, sind wir eben ausverkauft."

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