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Beim Champions League Spiel Juventus Turin gegen Dynamo Kiew pfeift zum ersten Mal eine Frau die Männer-Partie – die Schiedsrichterin Stéphanie Frappart.

Die 36-jährige Schiedsrichterin Stéphanie Frappart ist eine erfahrene Unparteiische. Sie ist die erste Frau, die ein Champions League Spiel pfeifen darf. Für Fabienne Michel, jüngste DFB-Schiedsrichterin, ist das etwas Besonderes, auch weil der Erfolg von Stéphanie Frappart zeige, was für Frauen im Fußball möglich ist.

"Ich finde es super cool, dass Stéphanie Frappart das erreicht hat und eine Frau die Champions League pfeift."
Fabienne Michel, DFB-Schiedsrichterin

Der Erfolg von Stéphanie Frappart mache sie zum Vorbild für andere Sportlerinnen. Allerdings müsse jede im Fußball ihren eigenen Weg finden, meint Fabienne Michel. Sie selbst steht noch ganz am Anfang, hat aber kürzlich das EM-Qualifikationsspiel der Frauen Schweden gegen Slowakei gepfiffen. Die junge Schiedsrichterin glaubt, dass gerade die Erfahrung von Stéphanie Frappart zu deren Erfolg beigetragen hat – sicherlich zähle auch dazu, dass sie die Spiele als Schiedsrichterin gut leite, top fit sei und eine sehr gute Regelkenntnis habe.

Erfolg als Unparteiische

Als erste Frau hat Stéphanie Frappart 2014 eine Begegnung der zweiten französischen Männerliga gepfiffen, auch mit ihrem ersten Einsatz in der Ligue 1 im April 2019 hat die Schiedsrichterin Geschichte geschrieben. Sie hat auch das Finale im europäischen Supercup im August 2019 geleitet und wurde zur Saison 2020/21 in den UEFA-Schiedsrichterkader aufgenommen. Im gleichen Jahr wurde sie zur Weltschiedsrichterin gewählt.

"Ich glaube, dass das der Anfang einer Entwicklung ist und man nicht einem einmal ein Spiel gibt und dann ist das Thema erledigt."
Fabienne Michel, DFB-Schiedsrichterin

Dieses Champions League Spiel, das zum ersten Mal von einer Schiedsrichterin geleitet wird, könnte der Beginn einer Entwicklung in dieser Liga sein. Jetzt, da Stéphanie Frappart das erste Spiel übertragen wurde, werde sie auch in Zukunft für die Champions League pfeifen, sagt Fabienne. Das zeige, dass auch die Champions League für eine Gleichberechtigung der Frauen offen ist, vor allem, wenn sie die gleiche Leistung bringen.

Für Schiedsrichterinnen macht das Geschlecht keinen Unterschied

Grundsätzlich sei für Schiedsrichterinnen möglich, Männer- wie Frauenspiele zu leiten, sagt Fabienne Michel. Als Schiedsrichterin arbeite man sich Liga für Liga nach oben. Die Leistung werde beobachtet und je nachdem, wie diese bewertet werde, könne man aufsteigen.

"Es ist für Schiedsrichterinnen ganz normal, Männerspiele zu leiten."
Fabienne Michel, DFB-Schiedsrichterin

Für die Schiedsrichterin macht es auch keinen Unterschied, ob sie ein Männer- oder Frauenspiele pfeift, alle würden ja Fußball spielen, Vorbereitung und Regeln – alles ist gleich, sagt Fabienne Michel.