Präsident Donald Trump. Das klingt nach einem Horror-Szenario. Zumindest aber ist dieser Mann ein Risiko. Ein Risiko für die Weltwirtschaft und für die Sicherheit in den USA. Zu diesem Ergebnis ist gerade eine Studie des britischen Think Tanks Economist Intelligence Unit gekommen.

Trump ist gefährlich. Jedenfalls wenn man dieser Studie von der Economist Intelligence Unit Glauben schenken mag. Auf einer Skala von 1 bis 20 erreichte Präsidentschaftsbewerber Donald Trump immerhin die Gefahrenstufe 12 und rangiert damit hinter Gefahren wie einem Ausbruch des Dritten Weltkrieges oder einem Wirtschaftscrash in China.

​"Würde Donald Trump Präsident werden und alles machen, was er angekündigt hat, wären die USA ganz schnell in der Welt isoliert. Sein ganzes Programm zielt auf Protektionismus."

Mit einem Präsidenten Trump würden sich die USA einigeln, jedenfalls wenn er sich an seine bisherigen Wahlversprechen hält. Er ist gegen Freihandel, will die Grenzen schließen, ist sehr nationalistisch eingestellt. Obama hat die vergangenen Jahre versucht, die USA nach Bush wieder in der Weltgemeinschaft zu etablieren, sagt Christian Lammert, Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin: "Das würde Trump völlig umkehren und das Vertrauen in die USA wieder zerstören."

Keine gute Politik

Trump spricht populistische Themen an: Die USA müssen Geld sparen, Amerika muss wieder groß und stark werden in der Welt, die Militärausgaben sollen steigen. "Das ist eine aus US-Perspektive sehr egoistische Haltung", sagt Lammert. Genau das komme derzeit bei vielen Wählern in den USA gut an. Aber: Gute Politik wäre das seiner Meinung nach nicht.

"Die Probleme sind komplexer, als Donald Trump sie skizziert."

Die Welt ist politisch, militärisch und wirtschaftlich verflochten, davon profitieren auch die USA. "Darum ist es verkürzt, einfach zu sagen 'Wir sind jetzt raus aus der Welt und haben keine Probleme mehr'", sagt Christian Lammert. Eine solche Denkweise funktioniere heute in der modernen Welt nicht mehr.

"Hier wird nur gefährliche Rhetorik ohne Substanz produziert."

Ein Beispiel: Viele Menschen fürchten, dass eine Trump-USA auf einen Wirtschaftskrieg mit China zusteuern würde. "Wenn Trump hier einen Konflikt wagen würde, hätte das massive Konsequenzen mit Ausmaßen wie die der Finanzkrise 2007/2008", sagt Christian Lammert. Trump fehle, obwohl er eigentlich ein Wirtschaftsfachmann ist, völlig das Verständnis, wie die globale Wirtschaft funktioniert.

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