Der Leierschwanz kann fast alles: imitieren, singen und tanzen. Der männliche Leierschwanz tut dies alles, um den Weibchen zu imponieren. Und dafür trainiert er teils Jahre lang.

Der Graurücken-Leierschwanz lebt in Australien, vor allem in Südaustralien und Tasmanien. Der Vogel kommt mittelgroß daher - ähnlich einer Gans. Seine Gestalt erinnert an einen Fasan, sein Gefieder ist eher unscheinbar grau-braun.

Das Männchen hat jedoch eine lange Schwanzschleppe: Zwischen zwei bunten, bis zu 60 Zentimetern langen Schwanzfedern finden sich viele weiße, fadenförmige Federn. Diese Art Schleppe hat die Form einer Leier, was dem Vogel seinen Namen gibt.

Ist das Männchen auf der Balz, tanzt es und stellt, ähnlich einem Pfau, seine Schwanzfedern auf. Doch der Leierschwanz tanzt nicht nur: Er kombiniert das Ganze mit einem hochinteressanten Gesang. Dafür beherrscht der Vogel vier verschiedene Grundtypen an Gesängen und zu jedem hat er eigene passende Tanzschritte und wechselnde Rhythmen.

Tanzen und Singen für die Balz

Oft ergeben sich komplizierte Tanzschritte und die wollen geübt sein. Der männliche Leierschwanz trainiert teils Jahre lang: Dahinter steckt intensives Training. Denn nur die guten Tänzer haben Erfolg bei den Weibchen.

Aber der Leierschwanz kann nicht nur tanzen, sondern auch Geräusche imitieren - täuschend echt. Dabei macht er den Gesang von anderen Vögeln nach, auch das Rascheln von Federn oder das Klappern von Schnäbeln. Vögel in Gefangenschaft imitieren aber auch Motorsägen, Motoren oder Baustellenlärm - auch das täuschend echt.

Seine Imitationskünste hängen wohl mit dem Aufbau des sogenannten Syrinx zusammen, dem Stimmkopf von Vögeln. Singvögel haben üblicherweise vier Syrinxmuskeln, die für die Stimmbildung sorgen. Der Leierschwanz hat nur drei, das gilt auch für Papageien. Aber anscheinend ist hier weniger mehr.

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