Oddisee aus Maryland hat mit „The Good Fight“ ein Album veröffentlicht, das uns daran erinnern soll, dass es zunächst um Musik geht, bevor wir über HipHop sprechen. Intelligente Lyrik trifft auf moderne, von Jazz & Soul beeinflusste Beats. Green goes Black feiert ein weiteres HipHop-Highlight 2015.

Oddisee ist kreativ und übertrifft mit seinem musikalischen Schaffen das Talent vieler seiner Kollegen. Der Mello Music Group-Act hat eigentlich nur eine Schwäche: Er hat es bisher nicht geschafft, sich richtig zu inszenieren, um sich in der der Masse von HipHop-Hörern Gehör zu verschaffen. Vielleicht ändert sich das jetzt mit "The Good Fight".

Wie eigentlich immer bei Oddisee, hat er auf seinem neuen Album fast alles selbst gemacht. Beats, Produktion, Vocals und Texte: Alles entstammt seiner Kreativität. Vor allem geht es Amir Mohamed, wie Oddisee mit bürgerlichem Namen heißt, bei seiner Musik um die Stimmungen und Gefühle. Sehr persönliche Themen wie Liebe, Vergänglichkeit und Identität in einer gespaltenen Gesellschaft stehen deutlich im Vordergrund, fernab von Bling Bling und Materialismus. Gepaart mit seiner Liebe zu Jazz und Soul, ergibt das den Sound von "The Good Fight".

50 Rapper für 21 Tracks

Green goes Black spielt einige Songs aus Oddisees neuem Album. Außerdem hören wir rein in das frisch veröffentlichte Album "Magnetics" der australischen Band Sola Rosa. Ebenfalls mit neuen Songs vertreten sind: L'Orange & Jeremiah Jae, Kenn Starr, Mamas Gun, Isar, Edgar Wasser und Red Pill. In der letzten Stunde präsentiert Green goes Black dann das neue Mixtape "Another Time" von DJ EFN. Über 50 Rapper und Produzenten haben bei den 21 Songs mitgewirkt. Fast alle bekommt Ihr in the mix zu hören.